Flug MH370 Malaysia-Boeing flog offenbar gezielt nach Westen

Die verschwundene Boeing der Malaysia Airlines: War Flug MH370 wesentlich länger unterwegs als bisher bekannt? Neue Quellen legen nahe, dass die Maschine gezielt eine Route nach Westen nahm.

REUTERS

Peking/Kuala Lumpur - Wohin flog die verschollene Malaysia-Airlines-Maschine? Neue Informationen unterstützen offenbar die sogenannte Geisterflug-Theorie des "Wall Street Journal" und der Nachrichtenagentur AP, wonach Flug MH370 viel länger in der Luft war als bislang bekannt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Personen berichtet, deuten Daten der malaysischen Streitkräfte darauf hin, dass das Flugzeug nach seinem Verschwinden vom Radarschirm gezielt Richtung Westen gesteuert wurde.

Eine Maschine, bei der es sich um die verschwundene Boeing 777-200 handeln soll, sei auf dem Radar zwischen Luftfahrt-Wegemarken über der Andamanensee aufgetaucht - westlich der bisher vermuteten Absturzstelle.

Die Wegpunkte würden von Verkehrsflugzeugen auf dem Weg in den Nahen Osten oder nach Europa genutzt. Das Flugzeug habe also eine allgemeine Route in Richtung des Golf von Bengalen genommen, die nur bewusst geflogen worden sein könne - entweder manuell oder per programmiertem Autopiloten. Die Ermittlungen konzentrierten sich einem hohen malaysischen Polizeibeamten zufolge nun auf Sabotage oder Entführung.

SPIEGEL ONLINE

Zuvor hatte das "Wall Street Journal" über eine ähnliche Version der Ereignisse berichtet. Der Zeitung zufolge sendete die Maschine noch fünf Stunden nach ihrem Verschwinden vom Radar regelmäßig ihre aktuelle Position, Höhe und Geschwindigkeit. In dieser Zeit hätte das Flugzeug eventuell noch 4000 Kilometer zurücklegen können. Der darauffolgende plötzliche Abbruch könne nach Ansicht eines Experten darauf hindeuten, dass das Kommunikationssystem der Maschine an Bord abgestellt wurde.

Die USA dehnten unterdessen aufgrund nicht weiter benannter Informationen ihre Suche auf ein Areal im Indischen Ozean aus. Die malaysischen Behörden gaben bekannt, dass sie mit den amerikanischen Kollegen zusammenarbeiten wollten, um eventuell über deren Satelliteninformationen die Maschine zu orten.

Die Boeing mit 239 Menschen an Bord war am Samstag nach dem Start in Kuala Lumpur auf dem Weg nach Peking spurlos verschwunden. Seither sucht eine internationale Suchtruppe nach der Maschine.

Fotostrecke

10  Bilder
Verschwundene Boeing: Erfolglose Suche nach Flug MH370

gam/Reuters/AP

insgesamt 140 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
MünchenerKommentar 14.03.2014
1. Luftabwehr
Die malaysische Luftabwehr kann nicht so wirklich funktionstüchtig sein, wenn es einem Passagierflugzeug gelingen könnte, unbemerkt quer über das Land zu fliegen, ohne von Militärmaschinen abgefangen zu werden. Ich hoffe mal, dass die Luftraumüberwachung der NATO besser funktioniert.
frank2013 14.03.2014
2. Das bestätigt den Verdacht ...
einer möglichen, sensationellen Entführung.Möglicherweise ist das Flugzeug irgendwo auf einem kleinen Eiland mit imrovisierter Landepiste gelandet oder notgewassert und die Passagiere von Piraten auf wartende Frachter/Schiffe von Piraten verladen worden, etwa Richtung Somalia oder andere unzugängliche Regionen. Die Piraten lassen sich Zeit, um weitere Spuren zu verwischen und das Flugzeug verschwinden zu lassen. Dann soll China erpresst werden. Vielleicht steht das im Zusammenhang mit den mysteriösen Messerattacken in China. Vielleicht steht eine Sekte dahinter. Das weckt Kindheitserinnerungen an Tim und Struppi, Flug 747 nach Sydney oder ähnlich.Ok, jetzt geht die Fantasie durch, sorry! Wäre zu schön, wenn die Leute noch leben würden.
Thorkh@n 14.03.2014
3. Wo überall ...
... in dieser Richtung könnte sie gelandet sein?
Hans58 14.03.2014
4.
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDie verschwundenen Boeing der Malaysia Airlines: War Flug MH370 wesentlich länger unterwegs als bisher bekannt? Neue Quellen legen nahe, dass die Maschine gezielt eine Route nach Westen nahm. http://www.spiegel.de/panorama/malaysia-airlines-maschine-boeing-koennte-nach-westen-geflogen-sein-a-958639.html
Muss eigentlich für jedes neue Gerücht über den Flug ein neues Thread eröffnet werden. Wenn die Maschine von IGARI (N6 56 12.0 E103 35 06.0), dem letzten definitiv bekannten Kontaktpunkt, nach Westen geflogen sein soll, endete der Flug nach rund 4.500 km wegen Spritmangels. Zuvor hat die Maschine die Insel Sri Lanka überflogen (und wurde von Colombo Radar nicht aufgenommen (??)
Hans58 14.03.2014
5.
Zitat von MünchenerKommentarDie malaysische Luftabwehr kann nicht so wirklich funktionstüchtig sein, wenn es einem Passagierflugzeug gelingen könnte, unbemerkt quer über das Land zu fliegen, ohne von Militärmaschinen abgefangen zu werden. Ich hoffe mal, dass die Luftraumüberwachung der NATO besser funktioniert.
Wenn man den Kontakt schon vorher nördöstlich vom Festland verloren hatte, wie soll man dann eine westlich fliegende Maschine abfangen?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.