Malediven Präsident überlebt Explosion auf Schnellboot

War es ein Unfall oder ein Anschlag? Der Präsident der Malediven fuhr auf einem Schnellboot, als sich plötzlich eine Explosion ereignete. Es gab mehrere Verletzte.

Explosion auf Schnellboot: Rettungskräfte geleiten Verletzte an Land
AP

Explosion auf Schnellboot: Rettungskräfte geleiten Verletzte an Land


Der Präsident der Malediven, Abdulla Yameen, hat eine Explosion auf seinem Schnellboot unverletzt überlebt. Das Boot sei zwischen zwei Inseln unterwegs gewesen, als der Vorfall passierte, sagte ein Sprecher des Präsidenten. Der Grund für die Explosion sei unklar. Yameens Ehefrau, ein Beamter und ein Leibwächter seien verletzt worden.

Der Präsident war von einer Reise nach Saudi-Arabien zurückgekehrt. In Mekka hatte der Muslim an der traditionellen Pilgerreise teilgenommen, dem Hadsch.

Yameen sollte am Landungssteg in der Hauptstadt Malé zur Presse sprechen. Kurz bevor das Boot am Pier anlegte, hätten die Reporter eine laute Detonation gehört und Glas zerspringen sehen. Eine Tür sei aus den Angeln geflogen und viele Menschen hätten geschrien.

Nach Angaben von Augenzeugen riegelte die Polizei den Bootsanleger ab, auch ein Krankenwagen war demnach im Einsatz. Yameens Büro teilte mit, der Präsident sei mit seiner Frau ins Krankenhaus gefahren.

Als Politiker ist Yameen umstritten. Kritiker werfen ihm vor, er wolle die Opposition mundtot machen. Im Mai gab es Massenproteste gegen ihn. Für politisch motivierte Attentate ist das Land indes nicht bekannt. Yameens Büro erklärte, es seien Ermittlungen eingeleitet worden. Die Inselgruppe liegt im Indischen Ozean.

sms/dpa/AP/AFP



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