Unwetter Tornados vor der Küste Mallorcas gesichtet

Auf Mallorca toben heftige Unwetter mit schweren Niederschlägen und Tornados. Auf der Insel ist das keine Seltenheit.

REUTERS

Wer sich nach draußen traute, der konnte am Dienstag in der Bucht von Mallorcas Hauptstadt Palma ein seltenes Naturschauspiel erleben: Zwei Tornados waren über dem Meer zu sehen. Doch auch abseits der Küste ist es zu schweren Unwettern gekommen.

Der spanische Wetterdienst hat wegen heftiger Gewitter und Regenfälle in der Nacht zum Mittwoch die Warnstufe Rot ausgerufen. Im Süden der Insel überschwemmte Starkregen die Straßen, im Südosten hagelte es heftig.

In der Berggemeinde Escora fielen den Angaben der balearischen Regierung zufolge 154 Liter Regen pro Quadratmeter. Mehrere Flüge mussten auf die Insel Ibiza umgeleitet werden. Das Wetter soll sich wohl erst am Donnerstag beruhigen.

Verletzte oder größere Schäden wurden bislang nicht gemeldet, aber der Notfalldienst der Inselgruppe berichtete von umgeknickten Bäumen, überschwemmten Gebäuden und Straßen sowie losgerissenen oder auf Grund gelaufenen Booten.

Die Warnstufe wurde inzwischen herabgesetzt. Trotzdem bleibt das Wetter mehr als ungemütlich: 19 Gemeinden haben deshalb ihren Schulstart auf den Donnerstag verschoben. Bewohnern wird empfohlen zu Hause zu bleiben, berichteten lokale Medien wie die "Mallorca Zeitung".

Stürme sind am Ende des Sommers auf Mallorca üblich: Das Phänomen wird als "gota fria", also: "Kalter Tropfen" bezeichnet. Stark schwankende Temperaturen zwischen Meer und Luft führen zu heftigen Gewittern.

Auch die vor Palma gesichteten Wasserhosen sind keine Seltenheit. Gleich zwei auf einmal haben aber wohl auch die langjährigsten Mallorca-Urlauber bislang nicht zu Gesicht bekommen.

Im vergangenen Jahr kam es im Zuge der Unwetter zu einer Flutkatastrophe: Bei starken Regenfällen Anfang Oktober sammelte sich viel Wasser in den Bergen an und stürzte ins Tal. 13 Menschen starben.

muk

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.