"Man Yi" Taifun peitscht über Inselprovinz Okinawa

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h hat Taifun "Man Yi" Japan erreicht. Mehrere Menschen wurden von umherfliegenden Gegenständen verletzt. Zehntausende Haushalte sind ohne Strom, mehr als 300 Flüge mussten abgesagt werden.


Tokio - Der Taifun "Man Yi" ist heute auf die japanische Insel Okinawa getroffen. Nach einer ersten Bilanz der Energieversorger brach die Stromversorgung in 82.000 Haushalten zusammen. Die Fluglinien sagten mehr als 300 Flüge ab. In der Provinzhauptstadt Naha wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 202 Kilometern pro Stunde gemessen, ein Rekord für den Monat Juli. Insgesamt erreichte der Taifun Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern.

Ersten Berichten zufolge wurden mindestens sieben Menschen verletzt, als die Sturmböen sie umrissen oder sie bei Reparaturarbeiten von den Dächern ihrer Häuser fielen. Hunderte suchten laut Fernsehberichten vor den Regenfällen und Stürmen vorübergehend Schutz in Notunterkünften. Ein Auto wurde von einem umgestürzten Strommast zertrümmert.

Der Sturm wühlte das Meer auf und peitschte bis zu neun Meter hohe Wellen an die Küsten. Das Zentrum des Sturms bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern nach Norden. Der Sturm wird vermutlich am Sonntag die Region von Tokio erreichen.

"Man Yi" ist der vierte Taifun dieser Saison. Er geht mit heftigen Regenfällen einher. Die Wetterdienste warnen vor Überschwemmungen und Erdrutschen.

ffr/AFP/dpa/AP



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