"Falsche Witwe" Mannheimer findet Giftspinne in der Küche

Mannheim statt Mittelmeerraum: In einer Wohnung in Baden-Württemberg hat ein Mann eine "Falsche Witwe" eingefangen. Wie das Tier überhaupt in die Küche kam, ist unklar.

"Falsche Witwe"
Polizei/Polizeipräsidium Mannheim/dpa

"Falsche Witwe"


Ungebetener Gast: Ein Mannheimer hat in seiner Küche eine Spinne entdeckt. Er habe das Tier eingefangen und dann mithilfe eines verwandten Biologen als giftige "Falsche Witwe" identifiziert, teilte die Polizei mit. Dieses Urteil wurde von einem Experten bestätigt.

Der Biss der sogenannten Falschen Witwe (Steatoda paykulliana) könne starke Schmerzen hervorrufen, teilte die Interessengemeinschaft Vogelspinne mit.

Der Naturschutzbeauftragte Mannheims nahm das Tier in Obhut. Der Polizei zufolge werden solche Tiere üblicherweise in Zoos oder Parks mit Spinnensammlungen gebracht. Die Herkunft der Spinne blieb unklar. Normalerweise lebt sie im Mittelmeerraum.

Die langjährig hohen Temperaturen im Rhein-Neckar-Gebiet führen dazu, dass sich vermehrt Tiere halten, die nicht hier heimisch sind, sagte der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Vogelspinne, Timm Adam. Darunter fallen auch die Gottesanbeterin oder die Zebraspinne. Die Angst vor solchen Spinnen sei irrational. Die Tiere säßen in ihren Netzen und warteten auf Beute. "Man muss schon viel anstellen, dass man von den Tieren gebissen wird."

bbr/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.