11 Tweets zeigen, wie absurd es ist, dass Sparkassen Frauen weiter Kunde nennen dürfen

Dem Kunden seiner Frau ihr Konto
Foto: dpa/Uli Deck

Dieser Beitrag wurde am 14.03.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Lieber Nutzer, vielleicht bist du eine Frau. Aber wenn ich Nutzer schreibe, fühlst du dich bestimmt mitgemeint. Weiß ja schließlich jeder, dass ich auch eine Frau meinen kann, wenn ich vom Schuhmacher um die Ecke rede.

Das sieht auch der Bundesgerichtshof so. Deswegen hat er die Klage von Marlies Krämer abgewiesen: Die Sparkasse darf sie nun weiter Kunde nennen. (bento)

Das Problem: Marlies Krämer wäre gerne auch in unpersönlichen Briefen als Kundin bezeichnet worden. Aber daraus wird nun nichts. Das Gleiche gilt für alle möglichen unpersönlichen Formulare von Firmen oder Behörden, denn nun können sie sich auf das Urteil des Bundesgerichtshofs berufen.

Schon zuvor hatte ein Landesgericht gegen Krämer entschieden. Schwierige Texte würden durch die Nennung beider Geschlechter nur noch komplizierter, argumentierten die Richter. 

Auf Twitter sorgte die Entscheidung des Gerichts für reichlich Spott. Der erste Gedanke:


Schon werden Vergeltungsmaßnahmen geplant. Auge um Auge.

Aber es stimmt natürlich: Bitte nicht so ungeduldig, liebe Kunden:

Ein Verdacht: Vielleicht hat die Rechtsabteilung der Sparkasse einfach nur zu viel Zeit?

Bei genauerem Hinsehen war das Urteil natürlich ein großer Schritt zur endgültigen Gleichberechtigung:

Pöbel-Pirlo mit einem konstruktiven Vorschlag:

Das ist natürlich die logische Konsequenz:

Und diese Idee hier klingt auch folgerichtig:

Dieser raffinierte Plan ist auch eine Option:

Immer noch nicht überzeugt? Dann lies diese Kurzgeschichte.

P.S.: Es gibt auch Studien  zu diesem Thema. Sie zeigen, dass Menschen weniger häufig Frauen mitdenken, wenn das generische Maskulinum verwendet wird. (Stuttgarter Zeitung )

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