Mecklenburg-Vorpommern 18-Jähriger irrt sechs Stunden durchs Moor und sinkt ein

Er steckte laut einem Helfer bis zur Taille fest: In der Nähe von Rostock musste ein junger Mann aus dem Moor gerettet werden. Der 18-Jährige hatte Glück, dass ein Ortskundiger ihn fand.
Moor (Symbolbild): Mit einer Drohne wurde nach dem 18-Jährigen gesucht

Moor (Symbolbild): Mit einer Drohne wurde nach dem 18-Jährigen gesucht

Foto: Rüdiger Wölk/ imago images/Rüdiger Wölk

In Mecklenburg-Vorpommern haben Polizei, Feuerwehr und ein ortskundiger Helfer einen 18-Jährigen aus einem Moor gerettet. Ein Mann habe die Einsatzkräfte am Sonntagmittag alarmiert und gesagt, dass er Hilferufe aus einem Gebiet mit Torflöchern zwischen Börgerende-Rethwisch und Bad Doberan gehört habe, teilte die Polizei mit .

Die Beamten hätten mithilfe einer Drohne des Katastrophenschutzes nach dem Hilferufenden gesucht. Schließlich hätten der Hinweisgeber und zwei Einsatzkräfte einen 18-Jährigen entdeckt.

Der steckte offenbar im Moor fest und konnte sich selbst nicht befreien. "Den hätte kein Mensch da gefunden. Der Mann war bereits bis zur Taille eingesunken", sagte Hinweisgeber Norman Pentz dem NDR 1 Radio MV . "Ich habe zunächst versucht, ihn zu beruhigen."

Stark dehydriert und Alkohol im Blut

Der Polizei zufolge war der Mann zuvor sechs Stunden durch das Moor geirrt. Dadurch sei er stark dehydriert gewesen und habe dringend medizinische Hilfe gebraucht.

Der Ortskundige und zwei Beamtinnen hätten den 18-Jährigen aus dem Moor gerettet. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest habe einen Wert von 0,88 Promille ergeben. Der junge Mann sei zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Rostock gebracht worden.

Polizei bedankt sich bei Anwohner

Wie genau der 18-Jährige in seine hilflose Lage geriet, ist nicht bekannt. Dem NDR zufolge gab er an, auf einer Feier gewesen zu sein. Er habe möglicherweise den Weg zurück durch das Moor abkürzen wollen, hieß es in dem Bericht.

Die Polizei bedankte sich in ihrer Mitteilung ausdrücklich bei dem Anwohner, der die Hilferufe gehört und die Einsatzkräfte verständigt hatte. Er habe die Polizisten mit seiner Ortskenntnis durch das Gebiet geleitet und so tatkräftig geholfen, "den Mann aus seiner hilflosen Lage zu befreien".

Dem NRD sagte Pentz, dass er als Kind in den Torflöchern geangelt habe. Deshalb kenne er sich in dem Gebiet gut aus.

kko
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