Medienbericht Meteorit soll Urgroßmutter getroffen haben

Es war eine Begegnung der unheimlichen Art: Im Garten ihres Häuschens im ostenglischen Lowestoft wurde die 76-jährige Pauline Aguss von einem unbekannten Objekt getroffen. Dabei soll es sich um einen Meteoriten handeln, berichten mehrere englische Blätter heute.


London - Es war ein kurzer, stechender Schmerz, aus einer kleinen Wunde an Pauline Aguss' Arm schoss das Blut. Die Urgroßmutter verarztete die Wunde, es war eine kleine Schnittverletzung. Irgendwas hatte sie getroffen, mitten in ihrem Garten, wo sie Wäsche aufgehängt hatte. Ihr zur Hilfe geeilter Mann Jack entdeckte im Gras einen walnussgroßen, braunen, metallischen Gesteinbrocken genau dort, wo seine Frau zuvor gestanden hatte.

Neil Bone vom britischen Astronomischen Verband sagte dem Boulevardblatt "The Sun", es sei durchaus möglich, dass es sich bei dem Geschoss um einen Meteoriten handelt. Angesichts dieser Vermutung zeigte sich Pauline Aguss außerordentlich dankbar: "Ich war so erleichtert, dass er nicht meinen Kopf getroffen hat. Ich hätte getötet werden können."

Nach den Recherchen der Zeitung könnte der Meteorit aus dem Asteroiden-Gürtel zwischen Jupiter und Mars stammen. Jedes Jahr schlügen Tausende Meteoriten auf der Erde ein, hieß es. Dass ein Mensch durch einen Meteoriten getroffen wurde, ist bislang nicht bekannt.

Allerdings war erst Mitte Juni ein Gesteinsbrocken aus dem All auf dem Sofa einer Familie in Neuseeland gelandet. Das 1,3 Kilogramm schwere Objekt war durch das Dach des Hauses gerauscht, auf die Couch gekracht und dann unter den Computertisch gekullert. "Ich war dabei, das Frühstück in der Küche zu machen, als ich eine mächtige Explosion hörte", hatte die Hausbesitzerin Brenda Archer der "Sunday Star Times" gesagt. "Ich konnte nichts mehr sehen, überall war Staub." Sie sei sehr froh, dass der Meteorit zu so früher Stunde eingeschlagen war und nicht abends, wo sie und ihr Mann womöglich auf dem Sofa gesessen hätten.



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