Neun Monate mit einer Toten – eine Medizinstudentin erzählt vom Präp-Kurs

Von Ole-Jonathan Gömmel
Sechs Wochen nachdem die Uni begonnen hatte, sah ich das erste Mal einen toten Menschen.

Als ich das erste Mal die Decke, mit der der Körperspender bedeckt war, beiseite zog, hatte ich ein flaues Gefühl im Magen.

Man blendet irgendwann aus, dass irgendetwas eigentlich "eklig" oder "komisch" sein sollte, sondern funktioniert mit dem Bewusstsein, dass man Menschen hilft.

Was andere Menschen wahrscheinlich anekelt, konnte ich gar nicht abwarten.

Auch, wenn ich nicht weiß, welcher Name zu 'unserem' Körper gehörte, war es ein schönes Gefühl, zu wissen, dass ich ihn gehört habe.