Meerbusch bei Düsseldorf Ermittler geben Fahrdienstleiterinnen Schuld an Zugunglück

Bei Meerbusch in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Dezember zwei Züge kollidiert - Dutzende Menschen erlitten Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft führt das Unglück auf menschliches Versagen zurück.

Zugunglück bei Meerbusch in Nordrhein-Westfalen (Archivbild)
DPA

Zugunglück bei Meerbusch in Nordrhein-Westfalen (Archivbild)


Das Zugunglück mit mehr als 40 Verletzten bei Meerbusch in Nordrhein-Westfalen soll die Folge von Fehlern zweier Fahrdienstleiterinnen sein. Das hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Eine der beiden Frauen habe eine falsche Zugnummer eingegeben.

Der Fehler habe Folgeprobleme ausgelöst, an deren Ende beide Fahrdienstleiterinnen fälschlicherweise von einer technischen Störung ausgegangen seien. Die Summe der Fehler führte laut den Ermittlern am Ende dazu, dass der Regionalzug in einen ihm als frei gemeldeten Gleisabschnitt bei Meerbusch fuhr und dort auf den Güterzug prallte.

Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft hätte die Kollision noch verhindert werden können, wenn die Fahrdienstleiterin in Neuss dem Lokführer des Regionalzuges den "Befehl 12" gegeben hätte. Damit ist das langsame Fahren auf Sicht gemeint.

Die Ermittler stützen sich nach eigenen Angaben vor allem auf Analysen von Gutachtern und Untersuchungen der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die beiden Frauen.

jpz/dpa/AFP

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