Reptilienschmuggel Australischer Zoll entdeckt Paket mit 13 lebenden Schlangen

In Australien leben sehr viele, sehr giftige Schlangen. Dennoch ist der illegale Import von exotischen Reptilien offenbar auch hier lukrativ: In Melbourne entdeckten Zollfahnder jetzt ein Paket aus Indonesien. Darin wanden sich 13 lebendige Schlangen.

Reptilienfund in Melbourne: Illegal eingeführte Schlangen eingeschläfert
DPA

Reptilienfund in Melbourne: Illegal eingeführte Schlangen eingeschläfert


Auf dem verdächtigen Paket, das im Postamt von Melbourne aus Hunderten Sendungen herausgefischt worden war, stand "Gemischtes Pulver". Bei genauerer Untersuchung stellten Zollfahnder fest: Im Innern befanden sich 13 lebende Schlangen, die größte von ihnen etwa 60 Zentimeter lang.

Beim Durchleuchten des Pakets hatten die Sicherheitsbeamten Verdacht geschöpft. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums erklärte, man könne noch nicht sagen, um welche Schlangenarten es sich handele, die Tiere würden derzeit noch untersucht.

Schlangen-Paket: Mit aller Härte des Gesetzes gegen Schmuggel
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Alle 13 Schlangen wurden eingeschläfert, so sehen es die australischen Gesetze vor. Illegal eingeführte Reptilien könnten Schädlinge und Krankheiten mit sich bringen, die gesundheitsschädigend oder gefährlich für Landwirtschaft und Umwelt sind. Die illegale Einfuhr der Tiere sei "der klare Versuch, Regeln zu umgehen, die uns alle schützen sollen", hieß es aus dem Ministerium. Dies könne nur mit aller Härte bestraft werden.

Das Paket kam aus Indonesien. Offenbar sollten die Reptilien als Haustiere verkauft oder für die Zucht verwendet werden.

Mehr als 180 Millionen Sendungen erreichen Australien jedes Jahr aus dem Ausland. Von 2013 bis 2014 konfiszierte der Zoll laut "Guardian" knapp 260.000 Pakete wegen Sicherheitsbedenken. Bußgelder in Höhe von 860.000 australischen Dollars, knapp 600.000 Euro, wurden verhängt.

ala



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