Drogenkrieg in Mexiko 19 Tote bei Schusswaffenangriff

In Zentralmexiko sind 19 Menschen ermordet worden, darunter drei Frauen. Seit Beginn des sogenannten Kriegs des Staates gegen die Kartelle sind 340.000 Personen der allgegenwärtigen Gewalt zum Opfer gefallen.
Kugeldurchsiebte Hauswand in einer Gemeinde in Michoacán

Kugeldurchsiebte Hauswand in einer Gemeinde in Michoacán

Foto: ENRIQUE CASTRO / AFP

Bei einem Schusswaffenangriff auf Feiernde im mexikanischen Bundesstaat Michoacán sind 19 Menschen getötet worden. Die Polizei wurde am Sonntagabend gegen 22.30 Uhr zum Tatort in der Ortschaft Las Tinajas gerufen. Laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft hätten die Beamten dort die leblosen Körper von 16 Männern und drei Frauen mit Schusswunden gefunden. Mehrere Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Zu den Hintergründen der Gewalttat äußerte sich die Behörde nicht. Michoacán gehört zu den Bundesstaaten mit den heftigsten Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Kartellen. Seit dem Beginn einer Offensive des mexikanischen Staates gegen die Drogenkartelle im Jahr 2006 wurden in dem lateinamerikanischen Land nach offiziellen Angaben mehr als 340.000 Menschen getötet, die meisten von ihnen im Zuge von Auseinandersetzungen zwischen den Drogenbanden.

Die Opfer hatten sich bei einem sogenannten Palenque in der Gemeinde Zinapécuaro rund 250 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt getroffen. Palenques sind traditionelle mexikanische Manegen, in denen zum Beispiel Hahnenkämpfe ausgetragen werden.

Örtlichen Medienberichten zufolge sollen Bewaffnete das Gelände der illegalen Veranstaltung betreten und auf die Anwesenden geschossen haben. Andere Medien sprachen von einer »Hinrichtung«. Michoacáns Ministerium für öffentliche Sicherheit fahndet laut eigenen Angaben mit dem Verteidigungsministerium des Landes und der Guardia Nacional nach den Tätern.

ala/dpa/AFP