Zwischen Drogenkartellen umkämpfte Region Bürgermeister in Mexiko erschossen

Im Westen Mexikos ist die Leiche des Bürgermeisters der Stadt Aguililla entdeckt worden – in seinem Auto. Bei Schießereien in der Region starben zudem fünf weitere Menschen.
Auto des Bürgermeisters von Aguililla: In dem Fahrzeug wurde César Valencias Leiche entdeckt

Auto des Bürgermeisters von Aguililla: In dem Fahrzeug wurde César Valencias Leiche entdeckt

Foto: Str / EPA

In einer von kriminellen Gruppen umkämpften Region Mexikos ist ein Bürgermeister erschossen worden. Der Gouverneur des westmexikanischen Bundesstaates Michoacán, Alfredo Ramírez, bestätigte auf Twitter Medienberichte  über den Tod des Bürgermeisters der Kleinstadt Aguililla, César Valencia.

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Dessen Leiche war den Berichten zufolge am Donnerstag in einem Auto neben einem Fußballplatz entdeckt worden. Der Politiker der Grünen Partei PVEM war nur sechs Monate im Amt.

Aguililla ist eine der Gemeinden, die stark unter der Gewalt in Mexiko leiden. Sie liegt in einem Gebiet, um dessen Kontrolle schwer bewaffnete Drogenkartelle wie das Cártel Jalisco Nueva Generación und Cárteles Unidos miteinander kämpfen. Dabei geht es nicht nur um den Drogenhandel, sondern auch etwa um Schutzgelderpressung gegen Erzeuger der wichtigen Exportgüter Avocado und Limette.

Fünf Tote in Nuevo San Juan Parangaricutiro

Ebenfalls am Donnerstag gab es in einem anderen Teil Michoacáns, in der Ortschaft Nuevo San Juan Parangaricutiro, Schießereien mit fünf Toten. Nach Angaben der Polizei des Bundesstaates waren die Opfer mutmaßlich Mitglieder einer kriminellen Gruppe. Es seien mehr als 30 Personen festgenommen worden, hieß es.

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Mexiko erlebt eine Spirale der Gewalt, seit der damalige Präsident Felipe Calderón Ende 2006 begann, den sogenannten Drogenkrieg militärisch zu führen. Es gibt zahlreiche Drogenkartelle und andere kriminelle Gruppen, die oft Verbindungen zu korrupten Politikern und Sicherheitskräften haben. Auch Angriffe auf Lokalpolitiker sind nicht selten.

Im vergangenen Jahr wurden in dem lateinamerikanischen Land mit etwa 126 Millionen Einwohnern im Schnitt mehr als 90 Morde pro Tag registriert. Fast 99.000 Menschen gelten als verschwunden. Viele Gewalttaten werden nie aufgeklärt.

wit/dpa
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