Im Bundesstaat Hidalgo Viele Tote und Verletzte bei Explosion einer Benzinleitung in Mexiko

In Mexiko haben Unbekannte versucht, Benzin aus einer undichten Pipeline abzuzapfen - dann kam es zu einer Explosion. Mindestens 66 Menschen sind tot, über 70 verletzt.

Unglücksort
REUTERS

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Tragödie in Mexiko: Bei einer Explosion an einer Benzinleitung sind mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 71 weitere wurden bei dem Unfall verletzt, teilte der Gouverneur des Bundesstaats Hidalgo, Omar Fayad, am Freitagabend (Ortszeit) mit. Die Aufmerksamkeit gelte nun den Verletzten, so Fayad. Er sei auf dem Weg zum Unfallort, so der Gouverneur.

In der Nähe der Pipeline hätten sich demnach zum Zeitpunkt der Explosion mehrere Hundert Menschen befunden, berichteten lokale Medien. An der Leitung in der Stadt Tlahuelilpan hatte sich zuvor ein Leck gebildet, Anwohner der Gegend näherten sich, um das Benzin in Eimern oder Kanistern mitzunehmen.

Ursache für Explosion noch unklar

Wie es genau zu der Explosion kam, war zunächst nicht klar. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie nach der Explosion Panik am Unfallort herrschte. Menschen liefen schreiend von der Treibstoffleitung weg. An der Pipeline schlugen Flammen in die Höhe. Das Feuer breitete sich an der Unfallstelle aus. Einsatzkräfte sperrten die Zone ab. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Regierung auf, die Menschen in der betroffenen Region zu unterstützen. Das Feuer war am späten Freitagabend noch nicht gelöscht.

Spezialeinsatzkräfte befanden sich am Unfallort, wie der staatliche Mineralölkonzern Pemex erklärte. Zudem seien elf Krankenwagen im Einsatz. Die Verletzten mit schweren Verbrennungen würden in Krankenhäuser in der Hauptstadt Mexiko-Stadt gebracht, so Pemex. Aus der Hauptstadt würden Rettungshubschrauber geschickt, teilte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum mit. Tlahuelilpan liegt rund 85 Kilometer nördlich der Hauptstadt.

Benzin-Diebstahl großes Problem in Mexiko

Am Freitagnachmittag war nach Angaben des Fernsehsenders "Milenio TV" ein Leck an der Leitung gemeldet worden. Pemex erklärte, es habe sich um einen illegalen Anzapfversuch an der Pipeline zwischen den Städten Tuxpan und Tula gehandelt.

Benzindiebstahl ist ein großes Problem in Mexiko. Nach Pemex-Angaben wurde im vergangenen Jahr alle 30 Minuten versucht, illegal eine der Pipelines anzuzapfen. Hidalgos Gouverneur rief nach dem Unfall die Bevölkerung auf, sich nicht am Benzin-Klau zu beteiligen. Es sei lebensgefährlich, warnte Fayad auf Twitter. "Das ist heute in Tlahuelilpan passiert, und es darf sich nicht wiederholen."

Die Regierung geht seit Ende Dezember gegen den Kraftstoffdiebstahl vor und ließ bereits einige Leitungen schließen. Der Sprit wird nun in bewachten Tanklastern transportiert. An den Tankstellen des lateinamerikanischen Landes führte das in den vergangenen Wochen zu langen Warteschlangen.

dop/dpa

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