Mexiko Schwangere und ungeborenes Baby sterben in überhitztem Lkw

Im Frachtraum war es mehr als 40 Grad heiß: Die mexikanischen Behörden haben in einem verlassenen Lkw dutzende dehydrierte Geflüchtete gefunden. Für eine Frau und ihr ungeborenes Kind kam jede Hilfe zu spät.
Tausende Menschen aus Mittelamerika, wie hier in Guatemala, flüchten vor Armut und Gewalt

Tausende Menschen aus Mittelamerika, wie hier in Guatemala, flüchten vor Armut und Gewalt

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UESLEI MARCELINO/ REUTERS

Im Norden Mexikos ist ein verlassener und aufgeheizter Lastwagen mit dutzenden Geflüchtete gefunden worden. Wie die Behörden mitteilten, starben eine schwangere Frau und ihr ungeborenes Kind. Zudem wurden 14 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert, die meisten wegen schwerer Dyhdrierung.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge 64 Menschen aufgefunden, die Temperaturen in dem Frachtraum lagen demnach bei mehr als 40 Grad. Wie die Behörden mitteilten, könnte die Zahl der Menschen in dem Lastwagen noch größer gewesen sein, einige könnten demnach geflüchtet seien.

Die Menschen stammten aus Nicaragua, Honduras, Guatemala und Kuba, unter ihnen waren den Angaben zufolge sechs Kinder. Bei der Toten handelte es sich demnach um eine nicaraguanische Staatsbürgerin.

Flucht vor Gewalt und Armut

Zahlreiche Schutzsuchende aus Süd- und Mittelamerika fliehen vor Gewalt und Armut in ihren Ländern und versuchen, über Mexiko in die USA zu gelangen.

Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der Asylanträge in Mexiko einen Rekord. Viele Antragsteller hatten vermutlich zunächst versucht, in das Nachbarland USA zu gelangen. Die Zahl der Menschen, die beim Versuch einer illegalen Einreise an der US-Südgrenze aufgegriffen wurden, stieg im vergangenen Jahr stark an.

Bereits im vergangenen Jahr waren in Mexiko hunderte Menschen aus einem Lastwagen gerettet worden. Zuletzt nähten sich Migrantinnen und Migranten im Süden Mexikos aus Protest gegen die Einwanderungsbehörden die Münder zu.

hba/AP