Seit Jahresbeginn Siebter Journalist in Mexiko getötet

Zum siebten Mal im Jahr 2022 hat in Mexiko ein Journalist sein Leben verloren. Juan Carlos Muñiz wurde erschossen – der Tathergang ist unklar. Mexiko ist laut Reporter ohne Grenzen das gefährlichste Land für Journalisten.
Der Tatort in Fresnillo, Mexiko

Der Tatort in Fresnillo, Mexiko

Foto: JESUS ENRIQUEZ / JESUS ENRIQUEZ via REUTERS

Erneut ist in Mexiko ein Journalist getötet worden. Juan Carlos Muñiz wurde in der Stadt Fresnillo im Bundesstaat Zacatecas erschossen, wie der Gouverneur David Monreal auf  Twitter bestätigte. Er ist der siebte Reporter, der innerhalb der vergangenen Monaten in dem lateinamerikanischen Land getötet wurde.

Muñiz war gleichzeitig Polizeireporter des Nachrichtenportals »Testigo Minero«  und Taxifahrer. In Mexiko üben Reporter oft Nebenjobs aus, vor allem in der Provinz. Die Leiche wurde mit Schusswunden in einem Auto gefunden, wie lokale Medien berichteten. Die Hintergründe des Angriffs blieben zunächst unklar.

»Testigo Minero« forderte die Aufklärung des Angriffs und die Verhaftung der Verantwortlichen. Muñiz habe seit einigen Jahren für das Nachrichtenportal berichtet und sei unter dem Namen »Rigoberto« oder »Der TX« allgemein bekannt. Gouverneur Monreal verurteilte den Mord. »Weder diese noch irgendeine andere Tat darf ungestraft bleiben«, schrieb er auf Twitter.

Mexiko war 2021 nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen  das dritte Jahr in Folge das gefährlichste Land für Journalisten. Demnach wurden in dem lateinamerikanischen Staat in diesem Jahr sieben Journalisten in Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

Oft sind es nach Angaben der Organisation »Article 19« korrupte Lokalpolitiker und Drogenkartelle, die gegen die Presse vorgehen. Nach Angaben der Regierung werden mehr als 90 Prozent der Angriffe nicht bestraft.

kim/dpa/Reuters
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