Mexiko Tausende fliehen vor schwerstem Hurrikan seit Jahrzehnten

Er heißt "Kenna" und wird als "extrem gefährlich" eingestuft. Mit Windgeschwindigkeiten von 260 Kilometern pro Stunde rückt der gefährlichste Wirbelsturm seit Jahrzehnten auf die mexikanische Pazifikküste zu.

Los Cabos - Der Hurrikan bewegt sich in der höchsten von fünf Stufen auf der so genannten Saffir-Simpson-Skala. Das Zentrum des Zyklons lag am Abend rund 370 Kilometer südwestlich von Cabo Corrientes südlich des Touristenorts Puerto Vallarta. Von dort rückte er zügig in nord-nordwestliche Richtung vor.

Der stellvertretende Direktor des Hurrikanzentrums in den USA, Ed Rappaport, sagte in Miami, "Kenna" könne verheerende Folgen selbst dann noch haben, wenn er sich abschwäche. Laut den Statistiken der vergangenen 40 bis 50 Jahre sei er einer der zwei oder drei stärksten, die es gegeben habe.

Aus Puerto Vallarta wurden 5000 Personen in Sicherheit gebracht, die in Ortsteilen am Fluss und an Berghängen wohnten. Es wurde befürchtet, dass der Regen zu Überschwemmungen und Erdrutschen führt. Auch in weiteren Orten wurden rund 10.000 Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Das US-Hurrikan-Zentrum in Miami kalkulierte, dass sich die Marschrichtung des Wirbelsturms weiter nach Nordosten drehen und "Kenna" am Freitagnachmittag ungefähr in Höhe des Staates Nayarit auf Land treffen würde. In dem Küstenabschnitt wurde die Evakuierung besonders gefährdeter Zonen vorbereitet. Die Gefahr für den Pazifikbadeort Los Cabos an der Südspitze der Halbinsel Baja California, auf den der Hurrikan am Donnerstagmorgen noch direkt zugezogen war, schien sich mit der Richtungsänderung gegen Abend zu verringern. In Los Cabos tagen zurzeit Vertreter der Pazifik-Anrainer-Staaten, zum Apec-Gipfel der Staatschefs am Samstag werden unter anderem US-Präsident George W. Bush und sein chinesischer Kollege Jiang Zemin erwartet.

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