Mexiko Überschwemmung in Krankenhaus – 17 Patienten tot

Nach heftigen Regenfällen sind in Mexiko mehrere Flüsse übergelaufen. Eine Klinik in der Stadt Tula stand binnen Minuten unter Wasser. Der Strom fiel aus – und damit die Sauerstoffversorgung für Patienten.
Bild aus dem Inneren des überfluteten Krankenhauses im mexikanischen Tula

Bild aus dem Inneren des überfluteten Krankenhauses im mexikanischen Tula

Foto: Marco Ugarte / AP

Starker Regen hat in Mexiko zur Überschwemmung eines Krankenhauses geführt – dabei sind 17 Patienten ums Leben gekommen. Das Klinikgebäude in der zentralmexikanischen Stadt Tula habe innerhalb weniger Minuten unter Wasser gestanden, sagte Zoé Robledo , der Chef des staatlichen Instituts für Soziale Sicherheit (IMSS), das das Krankenhaus betreibt. Infolgedessen sei der Strom ausgefallen und die Sauerstoffversorgung der Patienten unterbrochen worden.

In dem staatlichen Krankenhaus wurden laut Robledo 56 Patienten behandelt, etwa die Hälfte wegen Covid-19-Erkrankungen. Die Überlebenden würden in Sicherheit gebracht. Medienberichten zufolge mussten auch Neugeborene in Brutkästen evakuiert werden.

In Tula, das im Bundesstaat Hidalgo liegt, stand das Wasser so hoch, dass die Rettungseinsätze an dem Krankenhaus mit kleinen Booten erfolgen mussten. Auch der Gouverneur von Hidalgo, Omar Fayad, war dort in einem Boot unterwegs – dieses kenterte. Es gehe ihm aber gut, schrieb Fayad auf Twitter.

Einsatzkräfte retten Einwohner von Tula in einem Boot

Einsatzkräfte retten Einwohner von Tula in einem Boot

Foto: HENRY ROMERO / REUTERS

Der staatliche Stromanbieter CFE teilte mit, dass die Versorgung des historischen Zentrums der Stadt Tula vorsorglich unterbrochen worden sei. An der betroffenen Klinik sei ein Notstromaggregat eingerichtet worden.

Mexikos Präsident warnt vor weiterem Regen

Drei Flüsse waren am Montagabend (Ortszeit) nach schwerem Regenfall über ihre Ufer getreten. Auch in der Stadt Ecatepec, wenige Kilometer von Mexikos Hauptstadt entfernt, kam es zu Überschwemmungen.

Hunderte Menschen hatten im Morgengrauen in Notunterkünften Unterschlupf suchen müssen. Die mexikanische Regierung erklärte in 27 Gemeinden in Hidalgo den Notstand. Mehr als tausend Soldaten sollten zur Unterstützung der Behörden zum Einsatz kommen.

Die Todesfälle machten ihn sehr traurig, schrieb Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador auf Twitter . Er warnte auch, es werde in der betroffenen Gegend – dem Tal von Mexiko – weiter regnen. Er rief alle Bewohner tief liegender Gebiete auf, sich in Sicherheit zu bringen.

aar/dpa