Mexikanische Urlaubsregion Zwei Tote bei Schießerei an Strand nahe Cancún – Touristen in Angst

Rivalisierende Drogenbanden haben sich im mexikanischen Urlaubsort Puerto Morelos eine Auseinandersetzung geliefert. Als am Strand Schüsse fielen, suchten Touristen Schutz in einem Hotel.
Bewaffnete Polizeikräfte am Strand von Puerto Morelos: Tote bei Schießerei zwischen Drogenbanden

Bewaffnete Polizeikräfte am Strand von Puerto Morelos: Tote bei Schießerei zwischen Drogenbanden

Foto: Alonso Cupul / EPA

Eine Schießerei zwischen rivalisierenden Banden an einem Strand bei Cancún hat Touristen in der beliebten mexikanischen Urlaubsregion in Angst und Schrecken versetzt. Es habe eine Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Gruppen von Drogenhändlern im Ort Puerto Morelos gegeben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo auf Twitter mit. Zwei Beteiligte seien getötet worden.

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Zuvor hatten Nutzer sozialer Medien berichtet, in einem Hotel an dem Strand – wenige Dutzend Kilometer südlich der Stadt Cancún – sei Maschinenpistolenfeuer zu hören gewesen. Während des Schusswechsels brach teilweise Panik unter den meist ausländischen Badegästen aus.

Touristen, die sich in der Nähe des Strandes aufhielten, berichteten, dass Urlauber in Deckung gegangen seien, als die Schüsse fielen. »Die Gäste erzählten mir, dass sie am Strand Volleyball spielten, als sich der Bewaffnete näherte und Schüsse abgab«, schrieb der US-Bürger Mike Sington auf Twitter. »Alle rannten vom Strand und den Pools weg. Das Personal hat uns in versteckte Räume hinter den Küchen gedrängt.«

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»Die Leute umarmen sich und weinen«, berichtete Sington, der eigenen Angaben zufolge Gast im Hyatt Ziva Riviera Cancún Resort ist. Auf Videos in sozialen Netzwerken waren zudem Dutzende Touristen zu sehen – einige von ihnen nur in Badebekleidung –, die zusammen mit dem Personal in einer Hotellobby Schutz suchten. Später sei Entwarnung gegeben worden, hieß es.

Mexikanische Medien berichteten, eine Urlauberin sei leicht verletzt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft betonte, kein Tourist sei ernsthaft verletzt oder entführt worden.

Die Tat dürfte ein erneuter Schlag für den Tourismus an der für ihre weißen Strände und ihr türkisblaues Wasser berühmten Küste Mexikos sein. Aufgrund der Coronakrise war die Zahl der Urlauber ohnehin eingebrochen. Zudem kamen im Oktober bei einer Schießerei zwischen rivalisierenden Drogenbanden in einer Bar in Tulum – weiter südlich an derselben Küste – zwei Touristinnen ums Leben: eine Deutsche und eine Inderin.

Im Juni waren an einem öffentlichen Strand in Cancún zwei Männer erschossen und eine Touristin verletzt worden. Allein im vergangenen Jahr registrierten die Behörden in Mexiko mehr als 36.000 Morde.

wit/dpa/AFP
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