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Suche nach MH370: "Gewaltige Aufgabe"

Foto: HANDOUT / REUTERS

Verschwundene Boeing Behörden prüfen angebliche Handy-Signale aus Flug MH370

Eine malaysische Zeitung berichtet über angebliche neue Erkenntnisse der Ermittler: Demnach habe das Handy des Co-Piloten eine Verbindung zu einem Sendemast hergestellt, als das Flugzeug längst von seinem Kurs abgewichen war.

Kuala Lumpur - Der Co-Pilot der seit fünf Wochen verschollenen malaysischen Passagiermaschine hat laut einem Zeitungsbericht möglicherweise sein Handy aktiviert, bevor die Boeing von den zivilen Radarschirmen verschwand. Wie die Zeitung "News Straits Times" am Samstag  unter Berufung auf ungenannte Ermittler berichtete, stellte das Handy von Fariq Abdul Hamid nach der plötzlichen Kursänderung eine Verbindung zu einem Sendemast her.

Der Mast befinde sich auf der vor Malaysias Westküste gelegenen Insel Penang. Die Maschine müsste deutlich unterhalb der normalen Reisehöhe unterwegs gewesen sein, sonst wäre eine solche Verbindung nicht möglich gewesen.

Der Kontakt zwischen Handy und Sendemast war dem Bericht zufolge plötzlich abgebrochen. Die wahrscheinlichste Erklärung dafür sei, dass die Maschine sich schnell von dem Mast fortbewegt habe, sagte ein Ermittler.

Verkehrsministerium überprüft Bericht

Der Malaysia-Airlines-Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Die Maschine drehte nach Süden und flog noch mehrere Stunden, ohne dass Flugsicherheitsbehörden Kontakt zu ihr hatten.

Unklar ist, ob eine Verbindung zwischen Handy und Sendemast bedeuten würde, dass der Co-Pilot - oder jemand anderes mit seinem Gerät - einen Anruf tätigen wollte. Ein Ermittler äußerte in der "News Straits Times" Zweifel: "Das Handy könnte auch einfach wieder eingeschaltet worden sein." Offenbar gehen die Ermittler davon aus, dass Fariq Abdul Hamid sein Handy vor dem Start in Kuala Lumpur abgeschaltet hatte.

Das malaysische Verkehrsministerium sagte der Nachrichtenagentur AFP, es überprüfe den Zeitungsbericht. Die malaysische Regierung und Medien hatten in der Vergangenheit wiederholt mit widersprüchlichen Berichten zu dem mysteriösen Verschwinden für Verwirrung gesorgt.

Die Suche nach der Blackbox dauert derweil an, der Zeitdruck steigt: Der Flugschreiber sendet etwa 30 Tage lang Signale, ab dann muss damit gerechnet werden, dass die Batterie nicht mehr genug Strom liefert.

In dieser Woche waren Signale registriert worden, die von der Blackbox der Boeing stammen könnten. "Wir empfangen sehr kontinuierliche Pings, deren Art exakt so ist, wie man es von einer Blackbox erwarten würde", sagte William Marks, der den Sucheinsatz der US Navy koordiniert.

bim/AFP/dpa