Anwesen in Kalifornien Michael Jacksons Neverland Ranch steht zum Verkauf

Für liquide Michael-Jackson-Fans wird ein Traum wahr. Sie können für 100 Millionen US-Dollar die legendäre Ranch des verstorbenen Popstars kaufen. Doch Neverland ist nicht mehr das, was es einmal war.

DPA

Das Grundstück ist gut zehn Quadratkilometer groß, hat 22 Gebäude, zwei Seen und eine eigene kleine Eisenbahn mit Bahnhof. Vor allem aber hat das Gelände im kalifornischen Los Olivos einen berühmten Vorbesitzer: Michael Jackson.

Die berühmte Neverland Ranch des 2009 verstorbenen Popstars steht zum Verkauf - für 100 Millionen US-Dollar. Inzwischen heißt das Anwesen wieder Sycamore Valley Ranch - so hieß es bereits bis 1987, als der Sänger das Gelände kaufte. Und auch sonst hat sich einiges auf dem Grundstück verändert, seit Jackson das Anwesen vor zehn Jahren für immer verließ.

Der Vergnügungspark mit seinen zahlreichen Karussells ist inzwischen abgebaut worden. Der Elefant, die Orang-Utans und andere Tiere aus dem hauseigenen Zoo sind längst umgezogen. Die Feuerwehrmänner, die im Neverland Valley Fire Department in ständiger Bereitschaft waren, arbeiten woanders.

Dafür gibt es immer noch das berühmte Blumenbeet mit dem Schriftzug Neverland, das aussieht wie eine Uhr. Auch ein Lama soll derzeit auf der Ranch leben.

Nur betuchte Jackson-Fans dürfen sich die Ranch anschauen

Herzstück des Geländes ist aber das etwa 1100 Quadratmeter große Wohnhaus, das zwischen zwei kleinen Seen liegt. Es hat sechs Schlafzimmer und einen eigenen Personaltrakt. Außerdem gibt es ein Gästehaus mit vier Schlafzimmern, einen Grillplatz, ein Basketball- und ein Tennisfeld. Und natürlich das eigene Kino mit 50 Plätzen.

Jackson hatte die Ranch 1987 für 19,5 Millionen Dollar gekauft. Er lebte dort mehr als 15 Jahre. Er verließ das Anwesen, nachdem er im Juni 2005 vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden war. Mehrere Jugendliche hatten dem Sänger vorgeworfen, er habe sie nach Neverland eingeladen und anschließend dort missbraucht. Jackson sagte, er sehe das Gelände fortan nicht mehr als seine Heimat an.

2008 ging die Ranch in den Besitz eines Joint-Ventures, an dem Jackson und das Immobilienunternehmen Colony Capital beteiligt waren. Das Unternehmen investierte in das Anwesen, um es später weiterzuverkaufen.

Nun ist es soweit: Makler Jeffrey Hyland fürchtet einen Ansturm von Jacko-Fans. Potenzielle Käufer würden deshalb ausgiebig auf ihre Bonität geprüft, bevor sie sich Neverland anschauen dürfen, sagte Hyland. "Unser Verkäufer möchte so wenige Besichtigungen wie möglich."

syd

insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
Pete_2718 29.05.2015
1.
Was war es denn? Ausdruck des schlechten Geschmacks eines Neureichen. Und heute? Verfallender Ausdruck des schlechten Geschmacks eines Neureichen. Nicht mal geschenkt, denn der Abriß wird sicher teuer...
tegele 29.05.2015
2. Man muss
ganz schön bekloppt sein , mitten in der pampa ein Haus für 100 Millionen zu kaufen
tommahawk 29.05.2015
3. Typisch Makler
Auch in Deutschland möchten Makler so wenige Besichtigungen wie möglich durchführen. Die machen ja Arbeit. Anstrengungsloser Wohlstand dagegen steht ganz im Mittelpunkt, bei gleichzeitig naximal inkompetenter Bearbeitung von Anfragen. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel, aber die gibt' s nicht viele.
bartholomew_simpson 29.05.2015
4. Bei dem geforderten Preis
dürfte sich der Verklauf wohl schwierig gestalten. Die Gebäude und deren Ausstattung sind nicht mehr zeitgemäß. Die Landschaft ist nicht überdurchschnittlich attraktiv. Der Wassermangel in Kalifornien drückt ebenfalls auf die Immopreise. Als ökonomisch sinnvolle Nutzung wäre analog zu Graceland ein Michael-Jackson-Museumspark denkbar gewesen. Allerdings hat Michael Jackson nicht die Strahlkraft eines Elvis Presley.
annoo 29.05.2015
5. Ich würd´s nehmen...
... aber mir gefällt die Badewanne nicht.
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