Michael Stich Stiftung Drastische Kampagne gegen Aids

Früher kämpfte er für den Sieg auf dem Centrecourt, heute für HIV-positive und an Aids erkrankte Kinder in Deutschland. Die Michael-Stich-Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, betroffene Mädchen und Jungen zu unterstützen - mit einer Kampagne, deren Bilder schockieren.


Hamburg - "Zwischen Leben und Tod liegen nur 0,003 mm Latex", heißt es auf dem Plakat. Nur mit einem schwarzen Slip und Highheels bekleidet kniet eine Frau vor einem nackten Mann. In ihrem Mund steckt der Lauf eines Revolvers. Die Plakate, die die Michael-Stich-Stiftung gemeinsam mit der Werbeagentur Jung von Matt entwickelt hat, ziehen Aufmerksamkeit auf sich, indem sie schockieren.

Ziel der Plakate ist es, das Thema Aids verstärkt in das öffentliche Interesse zu rücken. Auf einem anderen Bild ist das Konterfei eines Babys vor weißem Hintergrund zu sehen. Die Aufschrift dazu: "Das Kinn von Opa. Die Augen von Papa. HIV von Mama."

Neben der direkten Hilfe für infizierte und erkrankte Kinder hat es sich die Stiftung zum Ziel gemacht, mit Aufklärungsprojekten die Aids-Prävention zu unterstützen. Seit Ende des vergangenen Jahres unterstützt sie ein bundesweites Projekt zur HIV- und Aids-Aufklärung an Schulen. Die aktuelle Kampagne soll vor allem junge Menschen für das Thema Aids sensibilisieren.

Der Wimbledon-Sieger aus dem Jahr 1991 gründete seine Stiftung vor 12,5 Jahren. Die HIV-positiven Kinder erhalten direkte und indirekte Hilfe. Den Mädchen und Jungen sollen besondere Wünsche erfüllt werden. Außerdem werden Stellen von Ärzten, Schwestern und Therapeuten an Universitätskliniken finanziert.

han



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