Milzbrand-Anschläge Täter aus den USA?

Fein und höchst gefährlich - die genaue Herkunft der Milzbranderreger, die in den vergangenen Monaten in verschiedenen Städten der USA aufgetaucht waren, geben noch immer Rätsel auf. Als Drahtzieher vermuten die US-Ermittler inzwischen aber weniger ausländische als einheimische Attentäter.


Milzbrand-Briefe: US-Ermittler verdächtigen inländische Attentäter
AFP/ DPA/ FBI

Milzbrand-Briefe: US-Ermittler verdächtigen inländische Attentäter



Washington - "Die Ermittlungen richten sich inzwischen eher auf interne, heimische Terroristen als externe", sagte der oberste Sicherheitskoordinator der US-Regierung, Tom Ridge, am Sonntag dem US-Nachrichtensender CNN. Auch er selbst sei zunächst von einem Zusammenhang zu den Attentaten am 11. September ausgegangen, "aber die Hauptstoßrichtung der Ermittlungen richtet sich inzwischen nach innen".

Es sei nur natürlich gewesen, die Attentäter zunächst im Ausland zu suchen, sagte Ridge mit Blick auf die Terroranschläge von New York und Washington, hinter denen die US-Behörden den Terroristen Osama Bin Laden und seine Organisation al-Qaida vermuten.

An den auch als biologische Waffe verwendbaren Milzbrand-Erregern sind seit Oktober fünf Menschen gestorben. Die mit gefährlichen Anthrax-Sporen versetzten Briefe tauchten im Laufe des Herbstes im US-Bundesstaat Florida sowie in Washington und in New York auf.

Das Amt von Ridge war von der US-Regierung nach den Anschlägen geschaffen worden, um die Sicherheit im Land zu verbessern.



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