Milzbrand-Verdacht Berliner Uni-Mitarbeiter erkrankt

Schlimme Erinnerungen werden wach. Zwei Berliner Uni-Mitarbeiter sind erkrankt, nachdem sie mit einer unbekannten Substanz aus einem Brief in Kontakt gekommen sind. Die Behörden betonen, es gebe keinen Hinweis darauf, dass es sich dabei um Milzbrand-Erreger handeln könnte.

Berlin - "Es gibt einen Brief mit einer verdächtigen Substanz", bestätigte ein Sprecher des Berliner Lagezentrums am Dienstagabend. Zwei Mitarbeiter der Freien Universität seien mit Übelkeitserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Fernsehsender n-tv hatte berichtet, ihm lägen Informationen vor, wonach es sich bei der Substanz um den Milzbranderreger handeln könnte.

Die Substanz aus dem Brief werde derzeit vom Institut für Lebensmittelchemie untersucht. Erste Ergebnisse lägen möglicherweise am Mittwoch vor. Derzeit könnten über die Art der Substanz keine Angaben gemacht werden.

Auf die Frage, ob sich sich dabei um Milzbrand-Erreger handeln könne, sagte der Sprecher: "Das kann ich nicht bestätigen." Auch über die weiteren Umstände, etwa an wen der Brief gerichtet gewesen sei, könne er keine Auskunft geben.

Seinen Angaben zufolge waren Teile der Freien Universität im Berliner Bezirk Dahlem zeitweise abgesperrt.

In den USA waren kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 Milzbranderreger mit Briefen verschickt worden. Der Erreger tötete mehrere Menschen. Wer die Sendungen verschickt hat, ist immer noch ungeklärt. Indizien belegen, dass die Urheber in den USA sitzen.