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Tornado: Zerstörtes Dach im Garten

Foto: Oliver Krato/ dpa

Unwetter in NRW Häuser in Minden wegen Einsturzgefahr evakuiert

Die Rettungskräfte mussten zu mehr als hundert Einsätzen ausrücken: In Nordrhein-Westfalen tobte ein schweres Unwetter. In Minden wurden fünf Häuser wegen Einsturzgefahr evakuiert.

In Minden in Nordrhein-Westfalen hat ein Unwetter am Sonntag erheblichen Schaden angerichtet. Wie die Polizei mitteilte, waren auch Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und Petershagen von heftigem Starkregen, Sturmböen und Hagel betroffen. Die Einsatzkräfte mussten zu mehr als 140 Einsätzen ausrücken.

Die Polizei sprach in ihrer Mitteilung von einem Tornado, der im Mindener Stadtteil Meißen mehrere Häuser zerstörte. Es seien "großflächige Schäden" entstanden. "Das Unwetter hat eine Art Schneise gezogen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Fünf Häuser wurden wegen Einsturzgefahr geräumt, 33 Bewohner in Sicherheit gebracht.

Ob es sich bei dem starken Wind wirklich um einen Wirbelsturm handelte, ist unklar. "Es gab keinen Tornado in Minden", schrieb Wetterforscher Jörg Kachelmann auf Twitter. Es handelte sich laut seinem Wetterdienst  um Gewitterböen oder Fallböen, sogenannte Downbursts.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) konnte einen Tornado ebenfalls nicht bestätigen, wollte ihn jedoch auch nicht ausschließen. Die Wetterdaten zeigten, dass ein Entstehen durchaus im Bereich des möglichen gewesen sei. Allerdings gibt es bisher keine Fotos oder Videobilder, die einen Tornado belegen könnten. Downbursts  können ebenfalls große Kräfte entwickeln schwere Schäden anrichten.

Auf den Straßen in Minden standen demolierte Autos. In Porta Westfalica stürzte ein Rollerfahrer über einen herausgespülten Gullydeckel. Der Mann kam schwer verletzt in eine Klinik. Abgeknickte Bäume blockierten eine Bundesstraße. Der Schaden liege nach ersten Schätzungen vermutlich im hohen sechsstelligen Bereich, hieß es in der Polizeimitteilung .

Im Kreis Paderborn wurde eine Windkraftanlage von dem Unwetter regelrecht zerlegt. Trümmerteile seien bis zu 250 Meter weit geschleudert worden und steckten in einem Feld, sagte eine Pressesprecherin des Kreises.

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hut/dpa