Minutenprotokoll New Yorker Flughäfen öffnen Montag

New York hat mit den Aufräumarbeiten nach dem Tropensturm "Irene" begonnen. Die Evakuierungszone wird aufgehoben und Schäden begutachtet. Es wird jedoch noch eine Weile dauern, bis alles wieder normal läuft: So sollen die Flughäfen erst Montagabend den Betrieb wieder aufnehmen. Lesen Sie die Entwicklungen des Tages im Minutenprotokoll nach.

Umgerissener Strommast in Long Island: "Irene" hat schwere Zerstörungen in den USA angerichtet.
DPA

Umgerissener Strommast in Long Island: "Irene" hat schwere Zerstörungen in den USA angerichtet.


+++ "Irene" bleibt schnell +++

[19.57] Der Tropensturm zieht weiter mit hoher Geschwindigkeit über den Nordosten der USA. Nach Angaben des US-Hurrikan-Centers ist er nun mit rund 96 Kilometern pro Stunde unterwegs.

+++ Evakuierte New Yorker dürfen bald heimkehren +++

[19.47] Die New Yorker Bürger, die wegen "Irene" ihre Wohnungen verlassen mussten, dürfen am Nachmittag wieder nach Hause. Bürgermeister Bloomberg kündigte an, die Evakuierungsanweisung um 15 Uhr (21 Uhr MESZ) aufzuheben. 370.000 Menschen hatten gefährdete Gebiete verlassen müssen.

+++ New Yorker Flughäfen öffnen Montag +++

[19.26] Flugreisen von und nach New York sind nach wie vor nicht möglich. Die Flughäfen der Metropole sollen am Montag wieder öffnen, vermutlich abends. Als Grund für die Verzögerung werden die Nachwehen des Tropensturms "Irene" angegeben.

+++ Bloomberg verteidigt Vorsichtsmaßnahmen für New York +++

[19.06] Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg äußert sich zu den Sicherheitsvorkehrungen für New York. Die Stadt habe die richtigen Entscheidungen getroffen, sagte er. Er lobte die Einwohner New Yorks für ihre Kooperationsbereitschaft.

+++ Weitere Tote gemeldet +++

[18.52] Wirbelsturm "Irene" hat bei seinem Zug über die US-Ostküste dem Fernsehsender CNN zufolge mindestens 15 Menschen in den Tod gerissen. Alleine im Bundesstaat North Carolina hätten sechs Menschen ihr Leben verloren, im benachbarten Virginia vier, berichtete der Sender unter Berufung auf Einsatzkräfte. In den Staaten Connecticut, Maryland und Florida habe es je einen Toten gegeben. Nach Angaben von New Jerseys Gouverneur Chris Christie kamen in seinem Staat zudem zwei Menschen ums Leben, meldete CNN weiter.

+++ Neuengland wartet auf "Irene" +++

[18.35] "Irene" zieht auf ihrem Weg entlang der Ostküste weiter Richtung Nordosten. Inzwischen haben die ersten Ausläufer des Sturms Neuengland erreicht. Und auch wenn der Sturm inzwischen an Geschwindigkeit verliert, ist seine Kraft nach wie vor zerstörerisch. In Rhode Island, Massachusetts und New Hampshire sind bereits 100.000 Menschen ohne Strom, weil Masten umgefallen sind.

+++ Heimatschutzministerin zeigt sich erleichtert +++

[18.07] Die Millionenmetropole New York hat US-Behörden zufolge das Schlimmste des Tropensturms "Irene" hinter sich. Dennoch berge das Unwettersystem weiterhin Gefahren. "Wir sind noch nicht über den Berg", sagte Heimatschutzministerin Janet Napolitano. Der Sturm bleibe "groß und potenziell gefährlich", warnte sie. "Irene" zieht derzeit weiter Richtung Nordosten.

+++ "Irene" schwächt sich weiter ab +++

[17.56] Der Tropensturm wird immer schwächer. Das Nationale Hurrikanzentrum in Miami teilt mit, über dem Staat New York habe sich die Geschwindigkeit des Sturms auf rund 96 Kilometer pro Stunde verringert. Es wird erwartet, dass sich das Unwetter über New England weiter abschwächt. Gleichwohl bleibt "Irene" ein gewaltiger Sturm.

+++ Noch keine Entwarnung für New York +++

[17.43] Die Behörden geben noch keine Entwarnung für New York - auch wenn der Sturm inzwischen vorbei gezogen ist. Einige Teile Manhattans sind weiterhin überschwemmt. Angebrochene Bäume oder loses Material von Häusern bleiben eine tödliche Gefahr.

+++ Noch ein Todesopfer durch "Irene" +++

[17.27] Die Zahl der Todesopfer durch "Irene" ist in den USA auf mindestens zwölf gestiegen. Sechs Tote gab es nach Behördenangaben allein im Bundesstaat North Carolina, wo der Sturm am Samstag erstmals Festland erreicht hatte. Weitere Todesopfer wurden aus Virginia, Connecticut, Florida und Maryland gemeldet.

+++ Erste Stromleitungen repariert +++

[17.14] Dort, wo der Wirbelsturm bereits durchgezogen ist, haben bereits die Aufräumarbeiten begonnen. Für viele Bewohner der Küstenstaaten ist die Zeit ohne Strom bereits wieder vorbei. In Virginia, den beiden Carolinas und Maryland sind Reparaturtrupps im Einsatz, um die zerstörten Stromleitungen zu reparieren. Allerdings sind offiziellen Abgaben zufolge an der Ostküste noch immer vier Millionen Haushalte ohne Elektrizität.

+++ Börse will Montag öffnen +++

[16.56] Die New Yorker Börsen wollen am Montag wahrscheinlich ganz normal ihre Geschäfte aufnehmen. An Nasdaq, NYSE und BATS soll wieder gehandelt werden. Eine letztendliche Entscheidung soll am Mittag (Ortszeit) fallen.

+++ New York klart auf +++

[16.40] New York scheint das Schlimmste überstanden zu haben. Inzwischen klart der Himmel auf und der Regen in Manhattan hat aufgehört. Die Menschen trauen sich wieder aus ihren Häusern und begutachten die Schäden des Unwetters. In Manhattan hatte "Irene" unter anderem Baustellen-Absperrungen umgeworfen und Bäume entlaubt.

+++ Mindestens elf Tote +++

[16.28] Die Behörden haben die Zahl der Toten durch "Irene" nach oben korrigiert. Demnach sind an der Ostküste inzwischen elf Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Ein elfjähriger Junge starb im Staat Virginia, als ein Baum auf ein Haus stürzte. In North Carolina wurde ein Kind bei einem Autounfall auf einer Kreuzung getötet, an der die Ampeln nicht in Betrieb waren. Weitere Menschen starben durch umstürzende Bäume, herabfallende Äste oder starken Wellengang

+++ New Jerseys Gouverneur erwartet Schäden in Milliardenhöhe +++

[16.21] Der Gouverneur des US-Bundesstaats New Jersey hat bereits erste Schätzungen über die Schäden durch "Irene" bekannt gegeben. "Ich gehe davon aus, dass die Zerstörungen in die Milliarden gehen werden - wenn nicht gar zig Milliarden", erklärte Chris Christie dem TV-Sender NBC. Das tatsächliche Ausmaß werde man wohl erst ab Dienstag erkennen können, wenn sich die Fluten zurückgezogen haben werden.

+++ Weitere Flüge aus Deutschland in die USA gestrichen +++

[16.16] Deutsche Fluggesellschaften haben auch am Sonntag zahlreiche Flüge in die USA gecancelt. Die Lufthansa sagte insgesamt elf Flüge ab: alle Verbindungen nach New York, Philadelphia und Boston. Derzeit gehe man davon aus, dass die Ziele am Montag wieder angeflogen werden könnten, sagte ein Sprecher von Deutschlands größter Airline. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin strich am Sonntag ebenfalls ihre beiden Flüge nach New York.

+++ New York warnt vor Starkstromkabeln in Pfützen +++

[16.02] Nach Überschwemmungen und Stromausfällen droht den New Yorkern nun tödliche Gefahr durch heruntergerissene Stromleitungen. An vielen Stellen habe der Wirbelsturm Starkstromkabel von den Masten gerissen, warnt die Stadtverwaltung. Wenn die in Pfützen oder auf überschwemmte Flächen fallen, könnten tödliche Stromschläge drohen. Das Tückische: Dem Wasser sei zumeist nicht anzusehen, dass es unter Strom steht. Reparaturteams der Stromversorger versuchen, die Gefahren so schnell wie möglich zu beseitigen.

+++ Hohe Wellen schieben sich auf New York zu +++

[15.56] Auch wenn Hurrikan "Irene" zum Tropensturm herabgestuft wurde, ist die Gefahr nicht gebannt. Vom Meer her schieben sich 2,50 Meter hohe Wellen auf die Metropole zu. Für die Stadtteile Brooklyn und Queens wurde kurzzeitig eine Tornado-Warnung herausgegeben.

+++ Hudson bleibt bisher ruhig +++

[15.47] Der Hudson River zeigt sich ruhig, es waren kaum Wellen auszumachen - zuvor war befürchtet worden, er könnte großflächig über die Ufer treten. Das tat er aber bisher nur an wenigen Stellen. Die Polizei sperrte dennoch vorsichtshalber Teile des nahe gelegenen West Side Highway, eine der Hauptverkehrsadern der Stadt.

+++ Schäden weniger schlimm als befürchtet +++

[15.34] Trotz Verwüstungen im US-Staat North Carolina sind die Schäden dort nach Angaben der US-Küstenwache wohl nicht so massiv wie befürchtet. "Alles in allem ist der Schaden nicht annähernd so schlimm wie erwartet", sagte Küstenwachen-Konteradmiral William Lee dem Sender CNN nach einem Überflug jener Gegend, wo der Sturm am Samstag auf Land getroffen war. "Es waren nur einige wenige Bäume umgestürzt. Ich habe Hinweise auf Überflutungen gesehen." Alleine in North Carolina gab es aber mindestens fünf Todesopfer durch den Sturm.

+++ Zentrum von "Irene" hat New York erreicht +++

[15.26] Das Zentrum des gewaltigen Wirbelsturms hat New York erreicht. Das Nationale Hurrikanzentrum gab den offiziellen Zeitpunkt mit Sonntag 9.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) an.

+++ "Irene" überschwemmt New Yorker Straßen +++

[15.17] "Irene" hat in einigen Randbezirken von New York die Straßen überschwemmt. Die Stadtverwaltung erklärte, das Wasser ströme auf die Hauptstraßen von Rockaways, einer Halbinsel in Queens, deren Evakuierung Bürgermeister Michael Bloomberg angeordnet hatte. Auch auf Coney Island in Brooklyn standen Straßen unter Wasser. Im Hafen von New York erreichte das Wasser bereits die Bürgersteige.

+++ Stromausfälle in New York +++

[15.10] Schon Stunden bevor "Irenes" Zentrum über New York erwartet wurde, hat es in der Millionenmetropole erste Stromausfälle gegeben. In der Stadt und im nahen Westchester County waren am Sonntagmorgen 72.000 Kunden ohne Elektrizität, wie der Stromversorger Con Edison mitteilte. "Kunde" bedeutet aber nicht Verbraucher oder Haushalt. Oft gilt ein Wohnhaus mit Hunderten Apartments als ein Kunde, betroffen sind dann aber Tausende Menschen. Auf Long Island, der Insel vor New York, waren 225.000 Kunden ohne Strom. Insgesamt waren in den ersten 24 Stunden nach dem Eintreffen von "Irene" in den USA mehr als drei Millionen Menschen von der Elektrizität abgeschnitten, die meisten davon in Virginia, North Carolina und dem Gebiet um die Hauptstadt Washington.

+++ "Irene" herabgestuft +++

[15.06] Gute Nachrichten für die Menschen an der US-Ostküste: "Irene" hat an Geschwindigkeit verloren gilt nicht länger als Hurrikan. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 104 Kilometern pro Stunde erreichte der Sturm bei Coney Island im Staat New York das Land.

"Irene" war am Samstag in Cape Lookout in North Carolina erstmals auf Festland getroffen und mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern weiter in nördlicher Richtung vor der US-Ostküste entlanggezogen. Am frühen Sonntagmorgen traf er mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern in Atlantic City im Bundesstaat New Jersey ein zweites Mal auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte.

Auf seinem Weg tötete der Sturm, der einen enormen Durchmesser von rund 840 Kilometern hat, in North Carolina, Virginia und Florida mindestens neun Menschen. Das jüngste Opfer war ein elfjähriger Junge, der in Newport News in Virginia von einem auf das Wohnhaus seiner Familie stürzenden Baum erschlagen wurde.

Wegen des Monstersturms gleicht New York am Sonntag einer Geisterstadt. In Manhattan sind Bars und Restaurants geschlossen, Broadway und Times Square sind wie ausgestorben. Die Behörden der größten Metropole der USA hatten in Erwartung des Hurrikans einen Evakuierungsbefehl für 370.000 Bewohner gefährdeter Gebiete ausgesprochen.

ler/AFP/dpa/dapd

insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
purple 28.08.2011
1. Lachhaft
Bei Windgeschwindigkeiten um 100km/h würde hier die Versicherung nur knapp zahlen und darauf hinweisen, dass bei so einem lauen Lüftchen eigentlich nichts hätte passieren dürfen. Wellenhöhen von 2,5 Metern hab ich in der Adria schon gehabt. Was soll diese Hysterie? purple
t-cart 28.08.2011
2. Es regnet halt
Hier in Massachusetts sind wir das eigentlich gewoehnt - allerdings im Winter das heisst das ganze dann Blizzard .... ausser dass es nass und warm ist, im Prinzip das selbe - wie immer viel um Nichts .....
wühlmaus_reloaded 28.08.2011
3. Peinliches Lüftchen
Dieser Hurricane ist vor allem ein journalistisches Desaser. Dass ihm so schnell die Puste ausgeht - nur noch peinlich. So müssen denn im Video Bilder herhalten, die einen schwachen bis mäßigen Landregen zeigen. Stell' Dir vor, es ist Wirbelsturm und die Menschen gehen einfach ganz normal weiter, den Regenschirm unbehelligt in der Hand haltend. Was für ein unglaublicher Schwachsinn. Und dass dieser amateurhafte Drahtverhau von Stromversorgungsleitungen umkippt, sagt auch nichts. Wer den Schrott mal live in den USA gesehen hat, kann eigentlich nur klammheimlich "Endlich !" seufzen. Ich glaube, ich wechsle jetzt zu BLÖD-online, da habe ich dann wenigstens das Original ...
florianusa 28.08.2011
4. ist hier wie eine Gartenlauben-Kolonie
Zitat von purpleBei Windgeschwindigkeiten um 100km/h würde hier die Versicherung nur knapp zahlen und darauf hinweisen, dass bei so einem lauen Lüftchen eigentlich nichts hätte passieren dürfen. Wellenhöhen von 2,5 Metern hab ich in der Adria schon gehabt. Was soll diese Hysterie? purple
In Deutschland sind ja auch viele Häuser stabil aus Steinen gebaut, Strom wird oft unterirdisch geführt. Hier ist alles aus Holz, und Strommasten stehen in jeder Straße. Da reicht schon ein laues Lüftchen, um die Infrastruktur zu gefährden.
Gluehweintrinker 28.08.2011
5. Bei DIESER Infrastruktur wundert einen nichts mehr...
Zitat von purpleBei Windgeschwindigkeiten um 100km/h würde hier die Versicherung nur knapp zahlen und darauf hinweisen, dass bei so einem lauen Lüftchen eigentlich nichts hätte passieren dürfen. Wellenhöhen von 2,5 Metern hab ich in der Adria schon gehabt. Was soll diese Hysterie? purple
Genau. Marode Holzplähle, dürftig in den Boden gerammt, eventuell noch mit Drähten gesichert, am oberen Ende der Schwerpunkt in Form von zwei bis drei Transformatoren. Sowas kann ja nicht gutgehen... Und dann diese Häuser! USA-Erstbesucher denken "och, ist ja Stein!", bis sie einen Rohbau entdecken und sehen, daß ein wackeliges Holzskelett mit Fake-Stein-Plastikschindeln verkleidet wird. Da wundert es einen nicht, daß ganze Häuser wegfliegen, gell?
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