Polizeischüsse auf entlaufenen Hund Bruce lebt

Mischlingshund Bruce wurde von Polizisten angeschossen und angefahren, er galt zehn Tage lang als vermisst. Jetzt ist die Erleichterung riesig: Der Hund ist wieder aufgetaucht - und lebt.

Screenshot der Internetseite Kanaren-Hunde.de: "Bruce wurde gefunden"

Screenshot der Internetseite Kanaren-Hunde.de: "Bruce wurde gefunden"


Arnsberg - Es gab nur wenig Hoffnung für Bruce: Zehn Tage lang galt der Mischlingshund als vermisst. Er hatte sich bei einem Spaziergang losgerissen und war auf die Autobahn 46 herumgeirrt. Weil die herbeigeeilten Polizisten einem Unfall vorbeugen wollten, schossen sie auf den Hund und rammten ihn von der Straße. Seitdem fehlte jede Spur von Bruce, die Beamten wurden für ihr Vorgehen heftig kritisiert.

Doch jetzt gibt es gute Neuigkeiten vom Verein Kanarenhunde, der Bruce Ende Juni von Fuerteventura nach Deutschland holte: "Unser Bruce wurde gefunden", heißt es auf der Internetseite. Am Samstagabend gegen 22 Uhr sei der einjährige Hund wieder aufgetaucht.

Zunächst wurde gemeldet, Bruce habe bis auf Schürfwunden an den Beinen keine weiteren Verletzungen erlitten. Inzwischen wurden diese Angaben jedoch korrigiert: Es handle sich um "große Fleischwunden", ein chirurgischer Eingriff sei möglicherweise nötig.

Bruce ist wieder bei seiner Pflegefamilie, berichtet das Online-Portal "Der Westen". Ein Spaziergänger hatte Bruce demnach am Wochenende gesehen und die Behörden benachrichtigt. Mit Hilfe zweier Suchhunde konnte der Verein Kanarenhunde den Vermissten schließlich aufspüren. "Ganz lieben und herzlichen Dank an unsere beiden Helden Dana und Manolito und ihre Hundeführer, ohne die wir sicherlich Bruce nicht hätten finden können", heißt es auf der Internetseite.

Die zweite Vorsitzende des Vereins, Fiona Ehlers, hatte im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE angekündigt, so lange zu suchen, bis sie Bruce tot oder lebendig finde. Jetzt kann sie aufatmen.

aar



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Thorkh@n 15.07.2013
1. Dann brauchen sich ...
... die beteiligten Polizisten gottlob keine Gedanken mehr darum zu machen, dass ihre Karriere in Gefahr gerät und die Medien weiterhin über sie herfallen. Sogar beim Bäcker kriegen sie nun wieder ihre Brötchen. Und die Hundelobby seufzt gerührt, weil ein streunender Fiffi wieder daheim ist, während ihm ein paar Wildtiere derweil zum Opfer gefallen sein dürften. Auch Streuner wollen schließlich fressen. Am liebsten entlässt man sie dazu in Naturschutzgebiete, wie ich es seit Jahrzehnten erlebe.
outsider-realist 15.07.2013
2. Fragen über Fragen
Zitat von Thorkh@n... die beteiligten Polizisten gottlob keine Gedanken mehr darum zu machen, dass ihre Karriere in Gefahr gerät und die Medien weiterhin über sie herfallen. Sogar beim Bäcker kriegen sie nun wieder ihre Brötchen. Und die Hundelobby seufzt gerührt, weil ein streunender Fiffi wieder daheim ist, während ihm ein paar Wildtiere derweil zum Opfer gefallen sein dürften. Auch Streuner wollen schließlich fressen. Am liebsten entlässt man sie dazu in Naturschutzgebiete, wie ich es seit Jahrzehnten erlebe.
Und was wollen Sie der Welt nun eigentlich mitteilen?
bob27.3. 15.07.2013
3. Na..
Zitat von Thorkh@n... die beteiligten Polizisten gottlob keine Gedanken mehr darum zu machen, dass ihre Karriere in Gefahr gerät und die Medien weiterhin über sie herfallen. Sogar beim Bäcker kriegen sie nun wieder ihre Brötchen. Und die Hundelobby seufzt gerührt, weil ein streunender Fiffi wieder daheim ist, während ihm ein paar Wildtiere derweil zum Opfer gefallen sein dürften. Auch Streuner wollen schließlich fressen. Am liebsten entlässt man sie dazu in Naturschutzgebiete, wie ich es seit Jahrzehnten erlebe.
..als Kenner der Naturschutzgebiete und "streunenden Hunde"kann man ja wohl stringent davon ausgehen,dass sie Mitglieder der Jägerschaft sind.Darf man erfahren,wie gross Ihre "Strecke" an Wildtieren,Katzen und Hunden in den letzten Jahrzehnten war?
der_namenslose 15.07.2013
4.
Zitat von Thorkh@n... die beteiligten Polizisten gottlob keine Gedanken mehr darum zu machen, dass ihre Karriere in Gefahr gerät und die Medien weiterhin über sie herfallen. Sogar beim Bäcker kriegen sie nun wieder ihre Brötchen. Und die Hundelobby seufzt gerührt, weil ein streunender Fiffi wieder daheim ist, während ihm ein paar Wildtiere derweil zum Opfer gefallen sein dürften. Auch Streuner wollen schließlich fressen. Am liebsten entlässt man sie dazu in Naturschutzgebiete, wie ich es seit Jahrzehnten erlebe.
Die sollte eigentlich zu Ende sien. Mehr als Knöllchen verteilen (natürlich unbewaffnet) sollte man die nicht mehr lassen. Ein derartig dilletantisches Vorgehen zeugt von absoluter unprofessionalität...
pelourinho 15.07.2013
5. ... immer wieder erstaunlich,
dass erwachsene Menschen sich derart grenzdebil in das Schicksal irgendwelcher Köter hineinsteigern, während die meisten problemlos z. B. Schweinefleisch essen, Fleisch von einem mit wenig Liebe gehaltenen und schliesslich geschlachteten Tier also, das mindestens so intelligent und sensibel ist, wie der Hund. Die Sonderstellung von aus Menschensicht optisch anpsrechenderen Lebewesen ist ungerecht und infantil.
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