Miss Universum "Perfekte Verkörperung des Latino-Looks"

Gerade mal vier Millionen Einwohner hat die Insel Puerto Rico - und stellt doch bereits zum fünften Mal die schönste Frau der Welt. Nur die USA waren bei den Miss-Universum-Wahlen bislang erfolgreicher.


Los Angeles/Hamburg - Bei der Wahl zur Miss Universum hatte die 18-jährige Zuleyka Rivera Mendoza für Aufregung gesorgt - nicht nur wegen ihrer makellosen Schönheit, sondern auch weil sie, kaum hatte sie die Krone auf dem Haupt, kollabiert war.

Dabei hatte sich Rivera Mendoza im Vorfeld selbstbewusst und siegessicher gegeben. In ihrer Wettbewerbs-Biografie beschrieb sie ihre Vorzüge wie folgt: "Model-Agenturen und Freunde haben mir gesagt, dass ich perfekt den Latino-Look verkörpere. Alles in meinem Gesicht drückt unser Erbe, unsere Musik und die wundervolle Mischung von Rassen aus, die wir sind."

Rivera Mendoza: "Wundervolles Erbe"
REUTERS

Rivera Mendoza: "Wundervolles Erbe"

In der Tat liegen die Lateinamerikanerinnen weit vorne bei dem Medaillen-Spiegel der seit 1952 stattfindenden Miss-Universum-Wahlen: Allein vier Siegerinnen stammten aus Venezuela, zwei aus Brasilien, auch Frauen aus Argentinien, Chile, Kolumbien, Panama, Peru, und Mexiko errangen den Titel bereits. Lediglich einmal - nämlich im Jahr 1961 - konnte eine Deutsche den Titel holen.

Am erfolgreichsten beim Schönheitswettbewerb waren bislang allerdings die Frauen aus den USA, dem Land also, in dem 1952 die erste Miss-Universum-Wahl stattfand. Bereits sieben Amerikanerinnen konnten den Titel für sich verbuchen. Streng genommen sind es gar noch mehr: Schließlich ist die Karibikinsel Puerto Rico mit dem 300-Millionen-Einwohner-Staat USA assoziiert.

Obwohl die Veranstaltung zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in den USA stattfand, konnten die Amerikaner den Heimvorteil nicht nutzen. Die Veranstaltung wird unter anderem vom Immobilien-Milliardär Donald J. Trump finanziert, die US-Amerikanerin Bo Derek saß in der Jury. Dennoch kam die Kandidatin Tara Conner aus dem diesjährigen Gastgeberland nur auf den fünften Platz.

Zweite wurde die Japanerin Kurana Chibana, die Publikum und Preisrichter mit ihrem Auftritt mit einem Samurai-Schwert in Atem gehalten hatte. Ein Sieg wäre keine komplette Überraschung gewesen: Japan stellte bereits 1959 die Miss Universum. Dagegen verblüffte der dritte Platz der Schweizerin Lauriane Gillieron. Noch nie hatte es eine Frau aus dem Alpenland bei einer Miss-Universum-Wahl aufs Treppchen geschafft.

Für Deutschland versuchte übrigens Natalie Ackermann aus Büderich ihr Glück. Sie schied aber schon vor der Endrunde der letzten fünf aus.

str/AFP



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