Miss-Wahl Australierin ist die Schönste im Universum

Das Spieglein hat schon lange ausgedient. Wer die Schönste nicht nur im ganzen Land, sondern im ganzen Universum ist, bestimmte jetzt in Quito mal wieder eine Jury. Das Ergebnis: Die Australierin Jennifer Hawkins wird für ein Jahr als "Miss Universe 2004" den Schönheitskosmos regieren.

Quito - Vorjahressiegerin Amelia Vega aus der Dominikanischen Republik setzte ihrer 20-jährigen Thronfolgerin unter dem Beifall fast 8000 zahlender Zuschauer gestern Abend (Ortszeit) in Ecuadors Hauptstadt Quito die Diamantenkrone aufs blonde Haupt. Die junge Frau mit strahlend blauen Augen fiel ihren Mitbewerberinnen vor Freude um den Hals und stolzierte sichtlich glücklich auf dem 15 Meter langen Laufsteg herum.

Bei der Wahl hatte sich das 1,75 Meter große Fotomodell vom fünften Kontinent gegen Mitbewerberinnen aus 79 Ländern durchgesetzt. In die Endrunde der letzten Fünf waren auch die Schönheitsköniginnen aus Paraguay, Puerto Rico, Trinidad und Tobago sowie den USA gelangt. Die deutsche Kandidatin, die Aachenerin Shermine Sharivar, 21, war vorzeitig ausgeschieden.

Gestern Abend waren nach einem gemeinsamen Auftritt aller Teilnehmerinnen in einem riesigen Kongresszentrum zunächst die 15 Frauen vorgestellt worden, die schon am vergangenen Donnerstag von einer Jury für das Halbfinale ermittelt wurden. Ihre Namen waren aber geheim gehalten worden. Sharivar war nicht unter ihnen. Die Finalistinnen mussten im Laufe des Auswahlverfahrens im Abendkleid und im Bikini defilieren und Fragen beantworten.

Die Siegerin erhält Sach- und Geldpreise im Gesamtwert von etwa 400.000 Euro sowie ein monatliches Gehalt von 5000 Dollar (4000 Euro) für die Dauer eines Jahres.

Während ihrer Amtszeit darf sie in einem New Yorker Luxusappartement residieren, und anschließend bekommt sie ein Stipendium für eine Schauspielschule. Sie hat aber auch für eine Vielzahl öffentlicher Auftritte, wie Talkshows oder Benefizgalas, bereit zu stehen.

Familie Hawkins war begeistert vom Sieg der Tochter. "Ich kann es einfach nicht glauben", sagte Mutter Gail Hawkins der australischen Nachrichtenagentur AAP heute. "Ich wünschte, ich wäre dort. Dann würde ich sie ganz wahnsinnig umarmen."

Von ihrer Tochter weiß sie nur das Beste zu berichten. "Sie ist einfach ein glückliches, lockeres Mädchen, das gerne lacht und immer Zeit für Andere hat", verriet sie AAP. "Sie ist ein ganz natürlicher, sehr australischer Typ Mädchen. Jeder hat sie gern." Zuletzt war 1972 eine Australierin "Miss Universe" geworden.

Jennifer Hawkins stammt ursprünglich aus Newcastle, nach Sydney die zweitgrößte Stadt des ostaustralischen Bundesstaates New South Wales. Inzwischen lebt sie an Sydneys Bondi Beach, einem der beliebtesten Surfreviere an der Ostküste.

Die weltweiten Rechte an dem Wettbewerb halten der amerikanische Milliardär Donald J. Trump und der US-Fernsehsender NBC. Bekannteste Konkurrenzveranstaltung ist die Wahl der "Miss World". Nur ein Mal, mit dem Triumph Marlene Schmidts 1961, wurde eine Deutsche "Miss Universe".

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