Misslungenes Geschenk Frau bewirft Freund mit Vogelspinne

Unliebsame Geschenke kennt jeder. Bei den wenigsten gipfeln die Streitigkeiten jedoch in einem Polizeieinsatz. Noch seltener ist eine Vogelspinne der Grund.

Das betroffene Tier auf einem Foto der Polizei Braunschweig
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Das betroffene Tier auf einem Foto der Polizei Braunschweig


Mit einer Vogelspinne als Weihnachtsgeschenk wollte ein Mann in Braunschweig seiner Freundin eine Freude machen - stattdessen löste er eine häusliche Krise aus. Der Streit um das ungeliebte Geschenk gipfelte in einem Polizeieinsatz in der Nacht zu Silvester, wie die Polizei mitteilte.

Nachdem sich das Pärchen immer wieder über die Spinne gestritten hatte, warf die 39 Jahre alte Frau das Tier nach ihrem Freund. Dieser rief daraufhin die Polizei, die den Streit schlichtete, die Spinne einfing und ins Tierheim brachte. "Ob der Haussegen hierdurch wieder gerade gerückt wurde, kann nicht gesagt werden", resümierten die Einsatzkräfte.

Spinne blieb unbeschadet

Juristische Folgen habe die Spinnenattacke für die Frau nicht, sagte ein Polizeisprecher in Braunschweig. "Das hat keine strafrechtliche Relevanz", erklärte er. Hätte die Spinne wegen des Wurfs Schaden genommen, hätte dagegen ein Fall von Tierquälerei vorgelegen.

Vogelspinnen sind - anders als viele denken - nicht gefährlicher als viele andere Spinnenarten. Zwar können sie mit Giftklauen beißen und zum Teil starke Schmerzen auslösen. In den meisten Fällen sind die Beschwerden jedoch nicht extremer als bei einem Bienen- oder Wespenstich und ebenfalls lokal beschränkt.

Nur bei wenigen der rund 600 Arten kommt es zu stärkeren Problemen, dann drohen Muskelkrämpfe, vorübergehende Lähmungen und Entzündungen. Töten können die Tiere einen gesunden Erwachsenen aber nicht.

irb/AFP/dpa



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