Mit der "FAZ" gegen die "Bild" Ernst August zieht zu Felde

"Gepinkelt" hat er auf der Expo, der Prinz von Hannover, aber nicht "gegen eine Wand des türkischen Pavillons". Das schreibt er in einer riesigen Anzeige in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Ernst August fühlt sich als Opfer einer großen Diffamierungs-Kampagne.

Hannover - In der "Pinkelaffäre" hat Ernst August Prinz von Hannover am Mittwoch mit einer ganzseitigen Zeitungsanzeige auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe reagiert. In der Annonce in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" räumt der Prinz "ausdrücklich" ein, "dass ich mich während meines Besuches auf der Expo 2000 in Hannover erleichtert habe, aber weder gegen eine Wand des türkischen Pavillons noch auf den Grund und Boden des türkischen Staates". Die "Bild"-Zeitung hatte mehrfach berichtet, Ernst August habe auf der Weltausstellung am 15. Juni gegen die Holzfassade des türkischen Pavillons uriniert. Das Blatt veröffentlichte zudem Fotos.

In der Zeitungsanzeige bekundet Ernst August seine "Hochachtung" vor der Türkei: "Mit unserem Herzen sind meine Familie und ich große Freunde der türkischen Kultur und ihrer Nation."

In der "Pinkelaffäre" soll Ernst August zudem die Leiterin der "Bild"-Redaktion in Hannover wegen der Berichterstattung des Blattes mehrfach persönlich beleidigt und bedroht haben. Ein Gericht hatte ihm daraufhin 14 "obszöne und sexuell beleidigende" Äußerungen über die Journalistin untersagt und bei Zuwiderhandlung bis zu sechs Monate Ordnungshaft oder bis zu 500.000 Mark Ordnungsgeld angedroht.

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