Mittelmeer Italienische Marine rettet 2000 Bootsflüchtlinge

Der Strom der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer hält an: Die italienische Marine hat in den vergangenen Tagen rund 2000 Menschen aufgegriffen - und nach Kalabrien gebracht.

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Gerettet von der italienischen Küstenwache
ROPI/ Marina Militare

Bootsflüchtlinge im Mittelmeer: Gerettet von der italienischen Küstenwache


Rom - Die italienische Küstenwache hat am Wochenende erneut mehr als 2000 Flüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Allein 94 Migranten wurden von einem völlig überfüllten Segelschiff vor der Küste von Kalabrien gerettet, wie die Marine mitteilte. Drei mutmaßliche Menschenschmuggler aus der Türkei seien dabei festgenommen worden.

Das Marine-Schiff "San Giusto" hatte demnach die Flüchtlinge aus mehreren Ländern aufgenommen, um sie im Hafen von Reggio Calabria an Land gehen zu lassen. Sie waren mit mehreren Booten von Nordafrika aufgebrochen. In diesem Jahr kamen bereits weit mehr als 70.000 Migranten in Italien an, darunter eine erhebliche Anzahl syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge.

Die italienische Marine überwacht das Mittelmeer innerhalb der Operation "Mare Nostrum" (Unser Meer). Der Einsatz wurde gestartet, nachdem im vergangenen Jahr Hunderte Menschen beim Versuch ertrunken waren, die EU über das Mittelmeer zu erreichen.

Italien und andere europäische Mittelmeeranrainer fühlen sich von den übrigen EU-Staaten im Stich gelassen, weil eine wachsende Zahl von Flüchtlingen ihre Küsten ansteuert. Rom hat schon mehrfach beklagt, dass es nicht genügend Unterstützung von anderen Ländern gebe.

wit/AFP/dpa



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