U.S. Navy im Mittelmeer Wind weht Kampfjet von Flugzeugträger – Bergung in fast 3000 Meter Tiefe

Bei stürmischem Wetter ging auf dem Flugzeugträger USS »Harry S. Truman« im Juli ein Jet über Bord. Nun hat die US-Armee den Flieger aus großer Tiefe im Mittelmeer geholt. Dafür im Einsatz: ein Spezialgerät.
Kampfjets an Bord des Flugzeugträgers USS »Harry S. Truman« (Foto aus dem Jahr 2018)

Kampfjets an Bord des Flugzeugträgers USS »Harry S. Truman« (Foto aus dem Jahr 2018)

Foto: Matt Cardy / Getty Images

Die US-Streitkräfte haben im Mittelmeer einen versunkenen Kampfjet geborgen. Wie der Europa und Afrika-Großverband der Navy bekannt gab , sei der Kampfflieger vom Typ F/A-18E Super Hornet bereits am 3. August aus einer Tiefe von rund 2900 Metern an die Oberfläche gebracht worden.

Der Jet war demnach am 8. Juli bei »unerwartet schwerem Wetter im Mittelmeer« von Bord des Flugzeugträgers USS »Harry S. Truman« geweht worden. Bei der Aktion kam laut Navy ein spezielles Team für Tauch- und Bergungseinsätze zum Einsatz. Wegen der großen Tiefe musste auch Spezialgerät eingesetzt werden.

Mit dem ferngesteuerten Unterseebergungsgerät CURV-21 seien zunächst Hubseile an dem am Meeresgrund liegenden Jet angebracht worden, dann sei es an Bord des Multifunktionsschiffes »Everest« gehoben worden.

Ortung des Jets gelang laut Navy schnell

Die Navy bezeichnete die Bergung als Erfolg und hob besonders die schnelle Durchführung hervor. So sei es innerhalb von 24 Stunden gelungen, den Jet zu orten, nach nur 27 Tagen nach dem Überbordgehen sei die Aktion abgeschlossen gewesen.

Der Kampfjet soll laut der US-Armee zunächst auf einer nahen Militäranlage an Land gebracht und anschließend in die USA zurücktransportiert werden.

Der von Deck gewehte Jet ist nicht die erste Panne bei der U.S. Navy. Im Januar war ein Kampfflieger beim Anflug auf einen US-Flugzeugträger im Südchinesischen Meer abgestürzt. Die Navy hatte daraufhin ebenfalls eine schnelle Rettungsaktion angekündigt – wohl auch, damit das Militärgerät nicht der chinesischen Armee in die Hände fällt.

Zuvor war ebenfalls im Südchinesischen Meer ein US-amerikanisches Atom-U-Boot mit einer Unterwassererhebung kollidiert, mehrere Matrosen wurden verletzt. Nach Angaben der Navy hätte die Kollision verhindert werden können. Drei verantwortliche Offiziere mussten laut Medienberichten ihre Posten räumen.

fek
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