Monaco Fürst Rainier ist tot

Fürst Rainier von Monaco ist tot. Der 81-Jährige starb heute um 6.35 Uhr nach langer Krankheit in der Herz-Lungen-Klinik Monacos. Rainier befand sich seit Tagen auf der Intensivstation, wo er künstlich beatmet wurde.

Monaco - Wie der Palast mitteilte, war sein Sohn Kronprinz Albert an seiner Seite. Die Ärzte hatten ihn kurz vor 6.00 Uhr unterrichtet, dass das Ende seines Vaters nah sei. Das Beratergremium des Fürsten von Monaco hatte die Amtsgeschäfte bereits am vergangenen Donnerstag dem 47-jährigen Albert übertragen, weil der todkranke Rainier sie nicht länger ausführen konnte.

Am 7. März war der Fürst mit einer schweren Lungenentzündung in die Herz-Lungen-Klinik des Kleinstaates gebracht worden. Die Töchter Caroline, 48, und Stéphanie, 40, sowie Sohn Albert hatten den Vater immer wieder auf der Intensivstation besucht, wo er künstlich beatmet worden war. Der Fürst hatte seit mehr als zehn Jahren häufig größere Gesundheitsprobleme vor allem mit dem Herzen und der Lunge.

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Familienbilder: Fürst Rainier von Monaco

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Rainier III. hat als dienstältester Staatschef Europas mehr als 55 Jahre lang an der Spitze der kleinsten Monarchie der Welt gestanden. In die Schlagzeilen der Weltpresse geriet der Fürst, als er am 18. April 1956 die amerikanische Hollywood-Schauspielerin Grace Kelly heiratete, die nach ihrer Hochzeit den Namen Gracia Patricia annahm. Mit der Märchenhochzeit begann der steile Aufstieg Monacos zu einem Jetset-Paradies und zur Steueroase.

Nach dem Unfalltod seiner Frau im September 1982 hatte er sich zunehmend den Regierungsgeschäften gewidmet. Immer wieder machten Familiengeschichten um Caroline, aber besonders um das turbulente Liebesleben von Stéphanie Schlagzeilen. Kronprinz Albert hat in den letzten Jahren diskret zahlreiche Aufgaben seines Vaters übernommen, und sich so auf die Übernahme der Regierungsgeschäfte vorbereitet.

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