Hessen Unbekannte zerstören »Monolithen« in Taunusgemeinde

Kaum da, schon wieder weg: Eine im hessischen Sulzbach aufgestellte Installation ist offenbar mutwillig zerstört worden.
»Monolith« nahe dem Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach

»Monolith« nahe dem Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach

Foto: wiesbaden112.de

Der jüngst in der Taunusgemeinde Sulzbach entdeckte sogenannte Monolith ist schon wieder Geschichte. Unbekannte zerlegten die über drei Meter große Säule am Dienstagabend, wie ein Sprecher der Gemeinde berichtete. »Die Mitarbeiter des Bauhofs haben die Trümmer abgeholt, sodass keine Gefahr für Fußgänger ausgeht«, sagte er.

Ohnehin sollte die Säule nicht stehen bleiben, wie die Gemeinde schon zuvor angekündigt hatte. Der am Samstag entdeckte »Monolith« war von Unbekannten schon einmal wieder aufgerichtet worden, nachdem er umgestürzt war. Wer nun für die Zerstörung verantwortlich sei, »entzieht sich unserer Kenntnis«, sagte der Sprecher.

Nachdem weltweit mehrere Stelen gefunden worden waren, hatte die Entdeckung des »Monoliths« in Sulzbach Aufsehen erregt. Auf Fotos war zu sehen, wie er am Rande eines Ackers und eines großen Einkaufszentrums stand. Wer die Säule dort aufgestellt hatte und ob es einen Zusammenhang mit den anderen Stelen gibt, ist unklar.

Da es zur Herkunft der Säule keine Hinweise gebe, gehe man auch nicht davon aus, dass es Ansprüche möglicher Eigentümer gebe, sagte der Sprecher der Gemeinde. Insofern sei der Fall abgeschlossen.

Zunächst war im US-Bundesstaat Utah ein sogenannter Monolith aufgetaucht, zuletzt wurde eine Reihe von Stelen weltweit entdeckt, so etwa auf der britischen Isle of Wight, in einem Naturgebiet im Norden der Niederlande oder im kleinen spanischen Örtchen Ayllón, etwa 90 Kilometer nordwestlich von Madrid.

ala/dpa
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.