Gefährlicher Monsun Mehr als 200 Tote in Indien

In Indien sind zahlreiche Menschen durch Schlammlawinen zu Tode gekommen. Ein Dorf im Bundesstaat Kerala wurde fast vollständig zerstört.

AFP

Bei schweren Monsun-Unwettern im Süden und Westen Indiens sind in den vergangenen Tagen mindestens 215 Menschen ums Leben gekommen. Am schlimmsten betroffen war der Bundesstaat Kerala, wo 84 Menschen starben, wie die lokale Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Immer wieder löst der heftige Regen Schlammlawinen aus. In dem Dorf Kavalappara in Kerala blieben nur ein einziges Haus und ein Tempel stehen, wie indische Medien berichteten. Viele Bewohner seien unter bis zu dreieinhalb Meter hohen Schlammmassen begraben worden.

Mit welcher Wucht die Schlammlawinen auf die Menschen niedergehen, ist auf diesem Video einer Überwachungskamera aus Kerala zu sehen:

In den vier besonders vom Monsun betroffenen Bundesstaaten Kerala, Karnataka, Maharashtra und Gujarat mussten in den vergangenen Tagen mehrere Hunderttausend Menschen vor den Fluten fliehen, viele verloren ihre Häuser. Im Westen und im Süden des Landes regnet es weiter.

Die Monsunzeit dauert in Südasien gewöhnlich bis September. Zwar ist der Regen für die Landwirtschaft lebenswichtig - er richtet aber auch immer wieder großen Schaden an. Menschen ertrinken etwa in überfluteten Gebieten, werden von Wassermassen mitgerissen oder unter Trümmern einstürzender Gebäude begraben. Im Juli gab es Dutzende Tote in den nordöstlichen Staaten Bihar und Assam.

Fotostrecke

6  Bilder
Indien: Der Monsun fordert Opfer

ala/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.