Philippinen Zehntausende fliehen vor den Fluten

Sintflutartige Regenfälle haben Zehntausende Menschen in Manila aus ihren Häusern vertrieben. Hunderte retteten sich auf Dächer - warteten aber zunächst vergeblich auf Hilfe.


Manila - Teilweise schultertief standen die Bewohner von Manila am Dienstag im Wasser: Heftiger Monsunregen hat Teile der philippinischen Millionenmetropole und nördliche Provinzen unter Wasser gesetzt. Mindestens 20.000 Menschen mussten den Behörden zufolge vor den Fluten aus ihren Häusern fliehen, Hunderttausende Pendler saßen über Nacht fest.

Zahlreiche Einwohner hatten sich auf ihre Dächer gerettet und hofften verzweifelt auf Hilfe. "Schickt uns Hilfe, ich mache mir große Sorgen", sagte Charlie Mullon vom Handy aus einem Fernsehsender. "Die Strömung ist sehr stark." Eine Sprecherin des Katastrophenschutzes teilte jedoch mit, die Lage für die Rettungskräfte sei noch zu gefährlich, um einzuschreiten: "Die Strömung ist so stark, dass wir unsere Schlauchboote festbinden müssen, damit sie nicht mitgerissen werden."

Schulen und die meisten Regierungsbehörden in weiten Teilen der 15-Millionen-Metropole blieben geschlossen, weil zahlreiche Straßen wegen des Hochwassers unpassierbar waren.

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Philippinen: Land unter in Manila
In Teilen der Stadt wurde der Strom abgestellt, weil das Wasser in Umspannwerke eindrang. Seit dem Durchzug des Taifuns "Saola" vor wenigen Tagen wird Manila von schweren Regenfällen heimgesucht. Bis Dienstag wurden 53 Hochwassertote gezählt. Die Behörden sagten weitere Regenfälle voraus.

ala/dapd/AFP/dpa



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