Mordfall Trotzki Tatwaffe wieder aufgetaucht

Der verschollen geglaubte Eispickel, mit dem der sowjetische Revolutionär Leo Trotzki 1940 in Mexiko ermordet wurde, ist angeblich wieder aufgetaucht. Wie eine Tageszeitung berichtete, sei die Tochter eines mexikanischen Geheimdienstlers im Besitz des Mordwerkzeugs.


Revolutionär Trotzki: Mordinstrument gefunden
DPA

Revolutionär Trotzki: Mordinstrument gefunden

Mexico-Stadt - Dem Bericht der linksgerichteten Tagszeitung "La Jornada" zufolge soll nun ein DNS-Test Klarheit verschaffen. Die Blutspuren auf dem Eispickel würden untersucht, hieß es.

Trotzki, Gründer und Führer der Roten Armee bis nach dem Tode des Staatsgründers Wladimir Lenin, musste sich nach dessen Tod ins Ausland absetzen, weil Diktator Stalin ihn beseitigen lassen wollte. Erst 1940 gelang es einem Agenten Stalins, in das zur Festung ausgebaute Anwesen Trotzkis in Mexiko-Stadt einzudringen und diesen zu töten.

Das Mordinstrument war zunächst im Kriminologischen Museum ausgestellt worden, wurde aber durch eine Kopie ersetzt, weil ein Unbekannter versucht hatte, das Original zu stehlen. So erzählt es jedenfalls Ana Alicia Salas, die Tochter des Geheimdienstlers und Mitbegründers des Museums. Ihr Vater habe den Originalpickel an sich genommen und aufbewahrt. Viermal habe er versucht, den Pickel zurückzugeben, doch wurde er nicht angenommen, weil die Sache als abgeschlossen betrachtet worden sei.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.