Mosambik Hochwasser tötet mehr als 1000 Menschen

Die Lage im südlichen Afrika spitzt sich zu. Die Zahl der Todesopfer des Hochwassers ist auf mehr als 1000 gestiegen. Zehntausende Menschen sind von der Außenwelt abgeschnitten.


Warten auf den rettenden Hubschrauber
REUTERS

Warten auf den rettenden Hubschrauber

Johannesburg - Der Hochwasser-Katastrophe in Mosambik sind offenbar weitaus mehr Menschen zum Opfer gefallen als bisher angenommen. Die mosambikanischen Behörden sprächen jetzt von tausenden von Toten, meldete der südafrikanische Rundfunk am Dienstag. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt allerdings nicht vor. Jedoch hatte die Sprecherin des Welternährungsprogramms (WFP), Michele Quintaglie, bereits am Montag gesagt, dass bei den riesigen Überschwemmungen möglicherweise mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen sind. Offiziell war bisher von 200 Toten die Rede.

Eine Entspannung der Lage war auch am Dienstag nicht in Sicht. Noch immer warteten Tausende von Menschen auf Rettung. Seit Sonntag harren sie auf Hausdächern, Bäumen, Lastwagen und Landinseln aus. Bisher haben fünf südafrikanische Militärhubschrauber 4400 Mosambikaner evakuiert. Sie setzten ihre Flüge auch am Dienstag fort.

Eine Mosambikanerin versucht sich aus den Fluten zu retten
REUTERS

Eine Mosambikanerin versucht sich aus den Fluten zu retten

Die Rettungsversuche konzentrieren sich auf die Stadt Chokwe in der südlichen Provinz Gaza, die eine Bevölkerung von 40.000 Menschen hat, und vom Limpopo durchflossen wird. Auch im Save-Tal, etwa sechshundert Kilometer nördlich der Hauptstadt Maputo, warten Tausende auf Evakuierung. Kritisch ist die Lage außerdem in Xai-Xai, unterhalb von Chokwe, wo der Limpopo in den Indischen Ozean mündet. Teile der Stadt, die 130.000 Einwohner hat, sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Nach langsamen Start läuft jetzt die internationale Hilfe für Mosambik verstärkt an. Zahlreiche Länder haben Hilfsgüter und auch Geld zugesagt. So stellt die Bundesrepublik nochmals über zwei Millionen Mark zur Verfügung. Mosambiks Präsident Joaquim Chissano, der das Krisengebiet am Limpopo am Dienstag überflog, bat um weitere internationale Unterstützung.

Spendenkonten haben eingerichtet:

Unicef - Stichwort: Mosambik, Kontonummer 300 000, Deutsche Bank Köln, BLZ 370 700 60

Medico international - Stichwort: Mosambik, Kontonummer 1800, Stadtsparkasse Frankfurt, BLZ: 500 501 02.



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