Bayern Mann stirbt bei Tauchgang in Mühlbachquellhöhle

Bei einem Tauchgang in einer oberpfälzischen Höhle ist ein Forscher ums Leben gekommen. Er hatte offenbar zuvor über gesundheitliche Beschwerden geklagt.
Der Unfall eines Höhlentauchers hat einen Großeinsatz von Feuerwehr, Wasserwacht, Bergwacht, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst

Der Unfall eines Höhlentauchers hat einen Großeinsatz von Feuerwehr, Wasserwacht, Bergwacht, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst

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Ralph Goppelt / dpa

Die Erkundung der bayerischen Mühlbachquellhöhle ist für einen Taucher am Samstag tödlich geendet. »Es gab einen Unfall während eines Tauchvorgangs, dabei ist eine Person verstorben«, teilte eine Polizeisprecherin mit.

Weitere Details zum Unfallhergang in der Höhle in Dietfurt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz wurden nicht genannt. Rettungskräfte hatten zuvor versucht, den Verletzten aus dem weitverzweigten Höhlensystem an die Oberfläche zu bringen. Feuerwehr, Wasserwacht, Bergwacht, Rettungsdienst und Polizei waren an dem Einsatz beteiligt.

Taucher klagte wohl über gesundheitliche Probleme

Nach Polizeiangaben bekam einer der Taucher offenbar in der Höhle gesundheitliche Probleme. Ein anderer aus der Gruppe sei daraufhin zurückgekehrt und habe gegen 16 Uhr die Rettungskräfte alarmiert. Die Mühlbachquellhöhle in der Fränkischen Alb ist eines der längsten und zum Teil mit Wasser gefüllten Höhlensysteme Deutschlands. Lokale Medien berichteten, die Tauchergruppe habe sich etwa 700 Meter vom Einstieg entfernt befunden.

Im Jahr 2014 hatte ein Rettungseinsatz in der Riesending-Höhle bei Berchtesgaden bundesweit Schlagzeilen gemacht. Der Höhlenforscher Johann Westhauser war damals von einem Steinschlag in der tiefsten Höhle Deutschlands am Kopf getroffen worden. Er erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und wurde in einer elf Tage dauernden und fast eine Million Euro teuren Rettungsaktion von mehr als 700 Helfern aus 1000 Meter Tiefe wieder ans Tageslicht gebracht.

fek/dpa
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