Mülhausen Professor stirbt bei Explosion in Chemie-Labor

Eine gewaltige Explosion hat das Universitätsgelände im elsässischen Mülhausen erschüttert. Die Detonation ereignete sich ersten Angaben zufolge in einem Chemie-Labor. Ein Professor kam ums Leben, mehrere weitere Menschen wurden verletzt.


Mülhausen - Das Todesopfer ist nach Angaben der Präfektur des Départements Haut-Rhin ein 40-jähriger Lehrer der Hochschule. Eine Frau wurde schwer verletzt, befand sich laut Ärzten aber nicht in Lebensgefahr. Die Explosion ereignete sich kurz nach Mittag in einem Labor der französischen Ingenieurs-Hochschule Ecole Nationale Superieure de Chimie (ENSC). Die Ursache ist noch unklar.

150 Menschen wurden aus dem dreistöckigen Gebäude in Sicherheit gebracht, in dessen Erdgeschoss nach der Explosion ein Feuer ausbrach. Den Angaben zufolge sind keine weiteren Opfer mehr unter den Trümmern. Fenster und Mobiliar des Gebäudes, über dem nach der Explosion eine schwarze Rauchwolke aufstieg, wurden stark beschädigt. Nach etwa einer Stunde war das Feuer gelöscht. Die ENSC liegt auf einem Campus-Gelände mit insgesamt 8000 Studenten am Rande von Mülhausen.

Die Explosion hatte einen enormen Knall verursacht. "Wir dachten, es wäre ein Erdbeben", sagte ein Anwohner dem französischen Sender TF1. Andere berichten, die Detonation sei in weiten Teilen der Stadt zu hören gewesen.

ffr/AFP/AP/reuters



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.