München 23-Jähriger stirbt durch Abgase aus Dieselaggregat

In München ist ein Mann ums Leben gekommen, nachdem er Abgase aus einem Dieselaggregat eingeatmet hatte. Vier weitere Personen wurden verletzt.


Ein 23-Jähriger ist in München nach dem Einatmen von Abgasen eines Stromaggregats während einer Party gestorben. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein Gasaustritt an einer Halle gemeldet. Vor Ort versuchten Einsatzkräfte, einen jungen Mann zu reanimieren und kümmerten sich um vier weitere Verletzte. Der 23-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb.

Ersten Ermittlungen zufolge wurde in der Halle eine Party gefeiert. Für die Stromversorgung der Musikanlage wurde ein Dieselaggregat eingesetzt, der in der Nähe des DJ-Pults stand. Allerdings war die Belüftung des Gebäudes nicht ausreichend. Der junge Mann hielt sich in der Nähe des Aggregats auf und atmete die Abgase ein.

Die Feuerwehr lüftete schließlich das Gebäude, die Polizei nahm Ermittlungen auf.

bam/AFP

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insgesamt 14 Beiträge
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noalk 26.05.2019
1. Hat mit Diesel wahrscheinlich nichts zu tun.
Es dürfte sich um eine CO-Vergiftung handeln. Kann auch mit benzinbetriebenen Aggregaten vorkommen. Wie kann man so blöd sein, sowas in einem geschlossenen Raum ohne Abgasabführung zu betreiben. Ich will nicht in der Haut der-/desjenigen stecken, die das Gerät aufgestellt hat. Mich graut schon, wenn ein Festzelt mit einem Gasgebläse beheizt wird. CO-Warner - so teuer sind die ja auch nicht mehr - sollten beim Verleihen solcher Geräte verpflichtend mitgegeben und eingesetzt werden müssen. Da könnte die EU mal eine sinnvolle Verordnung erlassen.
frenchie3 26.05.2019
2. Geradezu unheimlich
Inzwischen müßte jeder wissen daß man Stromaggregate und Öfen nicht in Räumen laufen läßt in denen sich Personen und Tiere aufhalten. Dazu kosten weder Verlängerungskabel noch Gasmelder ein Vermögen. Liest den keiner mehr Zeitung wenn man schon das eigene Gehirn nicht einschaltet?
Niteftef 26.05.2019
3. Das Zeug ist halt giftig
Das geht draußen nur deshalb, weil die Abgase sich in derart viel Luft verteilen können. Aber niemals darf man in Innenräumen nennenswerte Mengen Zeug verbrennen, Abgase sind giftig!
Heliumatmer 26.05.2019
4. Hat mit Diesel wahrscheinlich nichts zu tun
Erschreckend, die geballte Unkenntnis. Klingt gerade so, als ob Diesel noch einen besonders tödlichen Pfeil im Köcher hätte. Bei nahezu allen Verbrennungsprozessen entsteht das hochgiftige CO, insbesondere, wenn die Luft- und damit Sauerstoffzufuhr nicht optimal ist. Es hat also sehr wohl etwas mit Diesel zu tun, auch wenn andere Brennstoffe ähnliche Ergebnisse liefern. Ruß und Stickoxide (letztere haben VW bis jetzt zig Mia gekostet) wirken nicht so schnell, was zu Viele meinen lässt, man könne doch ruhig mehr ausströmen lassen. Life ist getting more difficult. Bildung bildet, fridays for future weiß es
TS_Alien 26.05.2019
5.
Wer ein solches Aggregat in einem Innenraum betreibt, bringt sich und andere in Lebensgefahr. So unwissend kann man gar nicht sein, um die Gefahr nicht zu kennen. Das ist pure Dummheit. Jedes Jahr berichten die Medien über etliche Fälle, in denen sich Menschen mit Gasen von Grillkohle, Gasthermen oder Generatoren vergiftet haben. Das muss selbst bei den Dümmsten ankommen. Darüber hinaus kosten mobile CO-Warngeräte keine 50 Euro. Die fest zu installierenden CO-Warngeräte sind sogar noch deutlich günstiger. Jeder, der zuhause oder im Urlaubsdomizil mit zu viel CO in Kontakt kommen könnte, sollte ein Warngerät dabeihaben oder installieren.
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