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Eichhörnchen in Not: Rettung mit vereinten Kräften

Foto: DPA/ Tierrettung München

Tier macht Sachen Eichhörnchen bleibt in Gully stecken

Selbst Pflanzenöl half nicht: In München ist ein Eichhörnchen in einem Gullydeckel stecken geblieben - und konnte nur mit einem Kraftakt gerettet werden.

Eine Passantin hatte zuvor die Tierrettung zur Hilfe gerufen, wie es jetzt über den Vorfall vom Freitag hieß. Das Tier war in einem der Löcher im Deckel stecken geblieben und konnte weder vor noch zurück. Der Einsatz von Planzenöl als Erste-Hilfe-Maßnahme blieb erfolglos, weil das Eichhörnchen einfach zu fest steckte.

Als eine Wildtierassistentin eintraf, war das Tier schon stark unterkühlt. "Es wirkte kraftlos. Seine Vorderkrallen waren durch die verzweifelten Befreiungsversuche stark abgewetzt", teilte die Tierrettung mit. Die Lage schien den Helfern aussichtslos: Die Hüften des Hörnchens waren zu breit, um es nach oben aus dem Loch herauszuziehen.

Mit vereinten Kräften hoben schließlich die Passantin und die Mitarbeiterin der Tierrettung den gusseisernen Deckel hoch und zogen das Tier von unten heraus. Nach einer guten Stunde war das völlig erschöpfte Eichhörnchen - ein Männchen - endlich gerettet, in ein warmes Handtuch gewickelt und mit Glukose gefüttert.

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Das Tier kam in die Auffangstation des Vereins Eichhörnchen Schutz, wo es "Olivio" genannt und mit Weihnachtsnüssen gefüttert wurde. "Er wäre beinahe gestorben", sagte Sabine Gallenberger von dem Verein, der pro Jahr Hunderte Eichhörnchen aufnimmt, aufpäppelt und auswildert.

Das schätzungsweise knapp ein Jahr alte Tier sei - trotz breiter Hüften - ohnehin schon sehr abgemagert gewesen, so Gallenberger: "Jetzt isst er viel und schläft sehr viel." Was "Olivio" im Gully wollte, sei unklar. Womöglich sei er auf der Suche nach Wasser oder Nahrung gewesen. Nach Angaben der Tierrettung geraten Eichhörnchen immer wieder in solch missliche Lagen.

mxw/dpa