Münchner Flughafen Lebensgefährlich Erkrankter offenbar vor Abflug bewahrt

Ein 46-jähriger US-Amerikaner zog sich schwere innere Verletzungen zu, wusste davon aber nichts. Nach Angaben der Bundespolizei wollte er gerade den Heimflug antreten, als Münchner Beamte ihn davon abhielten.
Flughafen München (Symbolbild): Rettung kurz vor dem Heimflug

Flughafen München (Symbolbild): Rettung kurz vor dem Heimflug

Foto: Andreas Gebert/ picture alliance/dpa

Bundespolizisten haben am Münchner Flughafen einen lebensgefährlich Erkrankten vor dem Abflug und damit vor einem möglichen Notfall in der Luft bewahrt. Das teilte die Bundespolizei am Montag mit . Demnach war der 46-jährige US-Bürger wohl mit seiner Frau auf Urlaubsreise in Bayern, als er am Freitag die Notaufnahme einer Münchner Klinik aufsuchen musste. Diese konnte er kurz nach der Untersuchung wieder verlassen.

Grenzkontrolle bereits passiert

Wenig später erkannten die Ärzte aber, dass sich der Mann eine lebensbedrohliche innere Verletzung zugezogen hatte, die ohne unmittelbare Behandlung zum Tod führen konnte – so berichtet es die Bundespolizei. Kontaktdaten des Patienten lagen den Medizinern den Angaben zufolge nicht vor. Bekannt war nur, dass der Mann am Folgetag offenbar mit seiner Frau zurück in die USA fliegen wollte. Daraufhin verständigte das Klinikpersonal die Münchner Polizei, welche die Kollegen der Bundespolizei am Flughafen informierte.

Diese fanden nach eigenen Angaben heraus, dass der Gesuchte auf einen Vormittagsflug nach Washington gebucht war und die Grenzkontrolle bereits passiert hatte. Die Beamten konnten den 46-Jährigen jedoch noch am Abfluggate antreffen. Das Boarding für den Flug stand zu diesem Zeitpunkt demnach bereits kurz bevor. Der Mann wurde anschließend von alarmierten Rettungskräften in eine Klinik im Umland des Flughafens gebracht, wo er behandelt wurde.

ala/AFP
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