Mutprobe Erste Landung auf Zugspitze seit 50 Jahren

Erstmals seit 50 Jahren landete heute wieder ein Flugzeug auf der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg. Kein abenteuerlicher Stunt, behauptet Pilot Tom Huber, obwohl das Gletscher-Plateau in 2600 Metern Höhe als extrem schwierig anzufliegen gilt.


Hamburg - Der Landeplatz liegt in einem Kessel, die Turbulenzen sind tückisch und der Kolbenmotor liefert in dieser Höhe gerade mal die Hälfte der Leistung wie in Meereshöhe. Es gibt schon gute Gründe, warum es seit dem 29. März 1958 kein Pilot mehr wagte, auf dem Schneebrett an der Zugspitze zu landen.

Von einer "historischen Mutprobe" schrieben die bayerischen Blätter, als Tom Huber, 37, Mitglied der deutschen Gebirgspiloten-Vereinigung, seinen Plan ankündigte. Aber auch davon, dass er wohl nicht mehr ganz bei Trost sei.

Mit einer Sondergenehmigung des Luftamtes Südbayern setzte Huber die Maschine gleich beim ersten Versuch auf der nur 130 Meter langen "Landebahn" auf. Er hat sehr viel Mut bewiesen," sagte eine Sprecherin der Zugspitzbahn.

col/ddp



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