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PUBERTÄT Na bravo

aus DER SPIEGEL 37/2006

Mami und Papi hatten es schon immer geahnt: »Playboy«-Hefte sind schuld, dass Teenager besonders früh und unvorsichtig Sex haben. Darauf weisen die Ergebnisse eines Forscherteams an der Universität von North Carolina hin. Es befragte 1017 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 14 zu sexuellen Erfahrungen und den Filmen, TV-Sendungen, Zeitschriften und der Musik, die sie konsumierten. Zwei Jahre später trafen sie die Jugendlichen erneut. Ergebnis: Bei den Heranwachsenden, die sich besonders stark mit sexuellen Inhalten beschäftigten, war die Zahl derer, die inzwischen zum ersten Mal Sex gehabt hatten, doppelt so hoch wie bei jenen, die sich kaum für nackte Haut interessierten. Besonders stark, so die Forscher, wirke sich die »sexuelle Mediennahrung« auf die Jugendlichen aus, die selten mit ihren Eltern oder Freunden über ihre Sexualität reden konnten. Denn eines haben die Jugendlichen aus den Medien nicht gelernt: auf Risiken zu achten. Schwangerschaften oder Geschlechtskrankheiten kamen in den Filmen und Zeitschriften fast nicht vor.

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