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Staatsakt für Erdbebenopfer: Trauer in Ascoli Piceno

Foto: Andrew Medichini/ AP

Staatsakt für Erdbebenopfer Italien trauert

Angehörige der Erdbebenopfer trafen sich zum Staatsakt in Ascoli Piceno - auch Ministerpräsident Renzi nahm an der Zeremonie teil. Die Zahl der Toten ist derweil weiter gestiegen.

Entlang der Straße zu einer großen Sporthalle der Stadt parkten am Samstag Dutzende Leichenwagen, in der Halle standen viele Särge aufgereiht, dazwischen trafen sich die Angehörigen - zum Staatsakt für die Opfer der Erdbebenkatastrophe sind in Italien zahlreiche Trauernde in die Sporthalle der Stadt gekommen. Bewacht wurden sie von einem Großaufgebot von Sicherheitskräften. "Habt keine Angst, euer Leid hinauszurufen, aber verliert auch nicht euren Mut", sagte der Bischof von Ascoli Piceno beim Staatsakt in der Sporthalle. "Zusammen werden wir unsere Häuser und Kirchen wieder aufbauen."

Auch Staatspräsident Sergio Mattarella und Ministerpräsident Matteo Renzi nahmen an der Zeremonie teil. Insgesamt sind bei der verheerenden Naturkatastrophe nach jüngsten Angaben des Zivilschutzes mindestens 290 Menschen getötet worden, 388 liegen demnach verletzt in Krankenhäusern. Besonders schlimm betroffen waren die Orte Amatrice und Accumoli in der Region Latium, die Mattarella am Morgen besucht hatte. Die historischen Ortskerne der Bergdörfer sind völlig verwüstet. In der Nacht waren dort unter den Trümmern des Hotels Roma weitere drei Leichen gefunden worden. "Danke für das, was ihr macht", sagte Mattarella zu Bergungskräften in dem Ort. "Das ist unsere Pflicht", antworteten die Helfer.

In ganz Italien wurden zum Tag der nationalen Trauer die Flaggen auf halbmast gesetzt. Der Sender RAI verzichtete auf allen seinen Kanälen aus Respekt vor den Opfern auf Werbung. Über eine Solidaritäts-SMS wurden bereits mehr als 6,1 Millionen Euro gesammelt.

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eth/dpa
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