Nach Jahrzehnten Juwelen der Zarenfamilie in Schweden entdeckt

Der vergessene Schmuck lagerte im Regierungsarchiv: Wertvolle Juwelen und andere Objekte aus dem Besitz der russischen Zarenfamilie sind in Schweden gefunden worden. Ihr Wert geht in die Millionen.


Stockholm - Den Ermittlungen zufolge hatte Zaren-Tante Großherzogin Maria Pawlowna die Ältere die Gegenstände im November 1918 in der schwedischen Botschaft in Sankt Petersburg deponiert, um sie vor den Bolschewisten in Sicherheit zu bringen. Später wurden die Kostbarkeiten nach Schweden gebracht, wo sie in Vergessenheit gerieten.

Die lang vergessenen Preziosen seien im vergangenen Jahr beim Umzug des Archivs des schwedischen Außenministeriums gefunden worden, sagte ein Ministeriumssprecher dem staatlichen schwedischen Rundfunk.

Zu dem auf einen Wert von rund zwei Millionen Euro geschätzten Fund gehören 60 goldene und silberne sowie mit Edelsteinen besetzte Zigarettenetuis und Manschettenknöpfe aus der Werktstatt des russischen Juweliers Fabergé und des Schweden Bolin.

Großherzogin Maria Pawlowna floh Ende 1918 aus Russland und starb zwei Jahre später in Frankreich, ohne ihren Angehörigen von den nach Schweden gebrachten Besitztümern erzählt zu haben.

Das schwedische Außenministerium erstattete die Preziosen inzwischen den Erben der Zarenfamilie zurück. Laut dem Auktionshaus Sotheby's sollen sie im November in London versteigert werden.

han/AFP



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