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Nach Skandalserie Neue Miss America soll nun Vorbild sein

Lauren Nelson aus Oklahoma hat es geschafft: Sie ist die neue Miss America. Allerdings tritt die 20-jährige Musical-Studentin nach der Skandalserie ihrer Kollegin Miss USA ein schweres Amt an. Ihre wichtigste Aufgabe besteht nun darin, den Wettbewerben wieder ein blütenweißes Image zu verschaffen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Zuletzt standen Miss-Wahlen vor allem im Zeichen der Party- und Alkoholeskapaden der aktuellen Miss USA, Tara Conner. Die aktuelle Titelträgerin des Konkurrenzwettbewerbs der Miss-America-Wahl hätte im Dezember fast ihre Krone abgeben müssen, weil sie monatelang die Nachtclubs von New York unsicher machte und dabei immer wieder betrunken angetroffen wurde.

Inzwischen hat Conner Besserung gelobt und sich einen Monat lang in eine Entzugsklinik begeben. Doch das Image der Wettbewerbe nahm erheblichen Schaden. Die Veranstalter wollen mit Nachdruck dafür sorgen, dass dies wieder besser wird. "Der Miss-America-Wettbewerb ist eine Traummaschine, etwas zum Träumen, und Miss America ist ein Vorbild für kleine Mädchen", sagte Chef-Organisator Sam Haskell.

Nelson wird ungefähr 30.000 Kilometer pro Monat reisen, um an Wohltätigkeitsveranstaltungen und ähnlichen Events teilzunehmen - und ein Anstandsmädchen an ihrer Seite wird dafür sorgen, dass die neue Schönheitskönigin in keiner Weise aus der Rolle fällt. Auch Conner hätte es nach Ansicht vieler Fans gut getan, wenn die Organisatoren der Miss-USA-Wahl sie früher zur Raison gebracht hätten.

Gleichwohl ernteten die Wettbewerbe nach Einschätzung von Medienexperten zuletzt so viele Schlagzeilen wie lange nicht mehr. Vor Conners Skandalen hatte das Interesse an den Veranstaltungen erheblich nachgelassen, was sich unter anderem in drastisch eingebrochenen Einschaltquoten widerspiegelte.

jto/Reuters