Nadya Suleman Ex-Freund von Achtlingsmutter will Vaterschaftstest

Die Debatte um die 14-fache Mutter Nadya Suleman schlägt neue Wellen - und wird durch sie selbst angeheizt: In einem Interview liefert Suleman sich einen heftigen Schlagabtausch mit ihrer Mutter - und dementiert, dass ihr Ex-Freund der Vater der Kinder ist. Der beharrt auf einem DNA-Test.


Los Angeles - Ein Ex-Freund der kalifornischen Achtlingsmutter Nadya Suleman will einen Vaterschaftstest machen lassen. Denis Beaudoin hatte eigenen Angaben zufolge in den neunziger Jahren eine dreijährige Liebesaffäre mit Suleman, berichtete die "Los Angeles Times" am Dienstag.

Nadya Suleman im Interview Anfang Februar: "Was geschehen ist, ist geschehen"
AP

Nadya Suleman im Interview Anfang Februar: "Was geschehen ist, ist geschehen"

In dieser Zeit habe sie ihn um Samenspenden gebeten: Sie sei an Eierstockkrebs erkrankt und müsse so schnell wie möglich schwanger werden, um überhaupt Kinder zu bekommen, habe Suleman damals fälschlicherweise behauptet.

Er habe sie sehr geliebt und ihren Wunsch erfüllt, sagte Beaudoin. Mit einem DNA-Test will er nun ermitteln lassen, ob er der leibliche Vater ihrer insgesamt 14 Kinder ist. Er selbst will eine Ähnlichkeit zu den Kindern Sulemans festgestellt haben.

Die Achtlingsmutter war durch künstliche Befruchtung schwanger geworden und hatte die Babys vor Anfang des Jahres zur Welt gebracht.

Der mögliche Vater ist der Zeitung zufolge inzwischen verheiratet und hat zwei Kinder mit seiner Ehefrau. Dennoch wolle er seiner Ex-Freundin Nadya mit ihren vielen Kindern helfen, beteuerte er in einem Interview des amerikanischen Fernsehsenders ABC. Das Angebot will er selbst dann aufrechterhalten, wenn sich herausstellen sollte, dass er nicht der leibliche Vater ihrer Kinder ist.

Suleman selbst hat erklärt, dass sie die Kinder eines anderen Mannes ausgetragen habe und Beaudoin nicht der Vater sei. Sie hatte stets behauptet, der Vater der Kinder sei ein guter Freund.

Die Kalifornierin hatte sich die Embryonen in einer Klinik in Beverly Hills einpflanzen lassen. Die staatliche Gesundheitsbehörde prüft derzeit, ob der behandelnde Arzt seine medizinische Fürsorgepflicht verletzt hat. In Deutschland ist ein solcher Eingriff verboten. Nach dem deutschen Embryonenschutzgesetz dürfen Ärzte einer Frau höchstens drei Embryonen pro Zyklus einsetzen. In den USA gibt es dagegen keine gesetzlich festgeschriebene Höchstgrenze.

In einem Video, das auf der Internetplattform radaronline.com veröffentlicht worden ist, liefert Nadya Suleman sich einen verbalen Schlagabtausch mit ihrer Mutter, die ihr schwere Vorwürfe macht. Die junge Frau sagt, sie habe keine andere Wahl gehabt, als die Kinder zu bekommen.

"Du kannst nicht zurückgehen und die Vergangenheit verändern. Was geschehen ist, ist geschehen, geschehen, geschehen", sagt Nadya Suleman in dem Video. Angela Suleman hält ihrer Tochter vor, sie hätte "an ihre weiteren sechs Kinder denken sollen", bevor sie einer weiteren künstlichen Befruchtung zugestimmt hätte.

"Sie waren eingefroren und du hättest gar nichts tun müssen", sagte sie. "Es waren schon viele kleine Leben. Entweder man benutzt die Embryonen oder man tötet sie", entgegnete Nadya Suleman, die arbeits- und mittellos ist.

han/dpa/AP



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.